![]() |
|
![]() | |||||||||||||||
Seit Mätz 2007 führen die Hummels den Lebensmittelladen in Hesselbach, nachdem dies jahrelang die Familie Nießner gemacht hatte. So ein Laden ist mittlerweile eine Rarität und ich frage, wo denn das nächste Geschäft sei, „Tja, da muss man schon nach Maßbach, Stadtlauringen oder Schweinfurt. In Hoppich gibt es keinen mehr, der in Üchtelhausen ist auch schon lang zu und der in Madenhausen hat auch dicht gemacht.“
Und was gibt es denn eigentlich? – frage ich. Nun – das Notwendige eben wie Gemüse, Getränke, Milchprodukte, Kaffee, Süßes, Zeitungen. „Hauptsach – die Bildzeitung“, sagt Frau Hummel „wehe, wenn die nicht da ist. Da gibt’s ein paar Spezialisten, die brauchen die. Sonst gibt’s Ärger.“ Mir scheinen die Backwaren wichtiger. Ja, sagt die Geschäftsinhaberin, durchfahrende Handwerker sind laufend Kunden, die brauchen ja eine Brotzeit. Und aus Ebertshausen, Hoppachshof oder Reichmannshausen kommen auch Leute vorbei. „Man merkt jetzt auch die Spritpreise,“ sagt Hildegard Hummel („die müssten jetzt noch äweng naufgeh – dann wird interessant“).
Was viele, vor allem Ältere brauchen, ist die Ansprache. Und bevor sie selbst die Ware suchen, tut das Frau Hummel. Im Supermarkt müssten sie sich selber durchbeißen. Und kleine Portionen für Ältere oder Alleinstehende führt sie auch. Das sei zwar ein bisschen teurer, aber die Leute akzeptieren das. Was die Hummels erfolglos versucht hatten, war, die Lotto-Annahmestelle zu halten. Aber diese staatliche Institution sagt: der Umsatz ist nicht da – und dann wird geschlossen.
Was dafür gut klappt und gerne angenommen wird, ist die Versorgung mit frischem Gemüse im Sommer. „Wenn’s jetzt losgeht, fahr ich nach Sennfeld und hole dort frisches Gemüse.“ Das wird von den Kunden geschätzt, denn es ist weder von Holland noch aus Spanien. „Da wisssen die Leute einfach wo’s herkommt und sind zufrieden.“
Auch ich bin zufrieden mit dem kurzen Gespräch, mache noch ein Foto von den beiden Hummeln, kaufe dann ein frisches Hörnchen und freue mich, dass es auf meiner Fahrt zur Arbeit noch so einen Laden gibt.
Werner Enke












Ein Tante Emma Laden ist mittlerweile selten 




