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Radfahrer gegen Traktor?

Mit „freundlichen Grüßen aus dem Schweinfurter Mittelland“ informierte uns Walter Roth über Beschwerden von Radfahrern und das, was ihnen hier zugestoßen sei. Roth ist Verantwortlicher für die Radwanderwegekonzepte und die Beschilderung der Radwanderwege im Landkreis Schweinfurt.

Es laufen bei ihm immer wieder Beschwerden ein von Radfahrern die bei
friedlicher Nutzung der beschilderten
Radwanderwege unschöne bis gefährliche Kontakte mit heimischen Landwirten hoch zu Trecker haben.

Wer der Schwächere ist, ist klar. Und Walter Roth schreibt: „Normalerweise sollte es eine friedliche Koexistenz zwischen Treckerfahrern und Radlern bei gleichzeitiger Nutzung der kombinierten Rad- und landwirtschaftlichen Wege geben.“ Und weiter: „Auch wenn manche Pedalritter wie die Gestörten über diese Wege dübeln und meinen, sie hätten grundsätzlich Vorfahrt, darf es nicht sein, dass beispielsweise eine Radlerin aus dem heimischen Hoppachshof (die gewiss nicht zu der Spezies dieser Wildsäue auf Rädern gehört) von einem rücksichtslosen Treckerfahrer gefährdet wird und sich von diesem – auf die Gefährdung angesprochen – auch noch sagen lassen muss, Radfahrer wären hier oben nicht erwünscht!”

Das ist freilich ein starkes Stück, denn das Schweinfurter Oberland gibt sich ja bekanntlich (und wir hier im Oberland- Kurier ebenso) Mühe, unsere Region attraktiv zu gestalten. Einzelne „Büffel“ und „Wildsäue“ werden zwar diese Bestrebungen nicht aufhalten, allerdings können solche Einzelfälle die Sache schon zurückwerfen. Und wem ist damit gedient?

Ich als Schreiber dieser Zeilen habe als eifriger und täglicher Radfahrer so etwas noch nicht erlebt und denke, dass es wirklich bedauerliche Einzelfälle sind. Was mich täglich stört und gefährdet, ist die Beschotterung mancher Radwegstrecken. Lediglich weil keine Gleise zu sehen sind, kann man erkennen, dass man sich nicht auf einem Bahndamm befindet – und weicht dann lieber auf die (gefährlichere) Straße aus, was ja nicht der Sinn von Radwegen ist. Mein Verbesserungsvorschlag dazu ist, den „Mittelstreifen“ (ca. 30 cm) mit feinerem und so befahrbaren Schotter zu befüllen. Das ist ohne großen Aufwand zu machen und dient der Volksgesundheit.

Text: Werner Enke

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