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„Sie haben eine lebendige Partnerschaft zwischen Südfrankreich und Unterfranken ins Leben gerufen“, konstatierte Dr. Peter Motsch beim Festakt zum 25jährigen Bestehen der Gemeindepartnerschaft Schonungen-Alban in der Alten Kirche.

Motsch, Bezirksrat und der Vorsitzende des Partnerschaftskommittees in Unterfranken, nannte in seiner Festansprache dieses Jubiläum ein „historisches Ereignis“ und eine „historische Leistung“.
Gemeindepartnerschaften haben dazu beigetragen, dass Deutsche und Franzosen in den vergangenen Jahrzehnten alte Feindschaften begraben und alte Ressentiments überwunden haben. Deshalb können Partnerschaften wie die von Schonungen und Alban als ein Modell für ganz Europa angesehen werden, so Motsch.

Notwendig für eine Partnerschaft sei „ein pulsierender Bürger-Geist und ein leidenschaftliches Bürger-Engagement“. So wäre in beiden Kommunen die Partnerschaft eine Herzensangelegenheit geworden.

Herzliche Beziehungen seien in den letzten 25 Jahren zwischen den Bürgern beider Partnergemeinden entstanden, berichtete Bürgermeister Kilian Hartmann. Trotz der Sprachbarrieren und der weiten Entfernung sei es zu Begegnungen und Austausch gekommen. Stets hätten die gegenseitigen Besuche einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung geleistet. „Im Geist echter Freundschaft sollen unsere Anstrengungen ein Europa formen helfen, das sich seiner Geschichte würdig erweist und in dem die Grenzen der Staaten die Menschen nicht von einander trennen“, so lautete der Wunsch des Schonunger Rathauschefs.

Sein französischer Amtskollege Marin Pousthoumis sprach mit Blick auf die Partnerschaft von einem „Zusammenrücken, um am Aufbau eines Europas des Friedens und der Freundschaft mitzuwirken“.

Im Rückblick über die 25 Jahre währende Partnerschaft erinnerte Jacqueline Hartmann an die beiden Bürgermeister Robert Mazens und Rudolf Wenzel, unter denen diese Verbindung ins Leben gerufen wurde, mit Micheline Theye und Renate Bönninger als erste Präsidentinnen der Partnerschaftskomitees. Die Treffen in all den Jahren seien „von Freundschaft, Toleranz und Verständnis gegenüber der anderen Mentalität und Nation geprägt gewesen“. Die Lebendigkeit der Partnerschaft zeige sich das ganze Jahr über, da zwei Gruppen wöchentlich Petanque spielen, beim Ferienspaß der Gemeinde ein Schnupperkurs zum Erlernen des französischen Kugelspiels angeboten werde und der Freundeskreis Alban beim Schonunger Weihnachtsmarkt an einem Stand französischen Wein und Käse anbiete.

Silvie Guiterrez, die Präsidentin des Komitees in Alban, nannte die Partnerschaft „ein großes Abenteuer“ und wünschte, dass die Beziehung zwischen Alban und Schonungen noch lange andauern möge. „Wir gehören beide dem gleichen Staat: Europa“, schloss sie ihre Rede unter großem Beifall.

Musikalisch wurde die Feier von den Geschwistern Carolin und Simon Gehringer sowie Jörg Schöner umrahmt.

Weitere Programmpunkte des Besuchs waren eine Baumpflanzung im Alban-Park und ein Ausflug nach Bamberg.

Zur Erinnerung sehen Sie auf dem Bild: Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde von links die Bürgermeister Kilian Hartmann und Marin Pousthoumis, Silvie Guiterrez, Jacqueline Hartmann und Bezirksrat Dr. Peter Motsch. 

Text und Foto: Rita Steger-Frühwacht


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