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Vorverkauf für Mäc Härder läuft

Lange tagte die Schonunger SPD heuer auf ihrer Jahreshauptversammlung, was vor allem den vielen politischen Themen und Aktivitäten des Ortsvereins im vergangenen Jahr geschuldet war. Bis auf den letzten Platz war das Kaminzimmer der Brauerei Martin in Hausen besetzt: Letztes Jahr war man in Forst zu Gast, ein Zeichen der Schonunger SPD – das man verstärkt auch in den Ortsteilen Präsenz zeigen will.

Via Beamer-Präsentation lenkte Vorsitzender Stefan Rottmann die Aufmerksamkeit auf die Aktivitäten des Ortsvereins im vergangenen Jahr. Los ging die Zeitreise mit dem alljährlichen Neujahrsempfang, neben den Jubilarehrung konnte sich Karl Schmitt über die Willy-Brandt-Medaille für sein Lebenswerk in der SPD freuen, die ihm MdL Sabine Dittmar überreichte. Als Besuchermagneten kristallisierten sich die Maifeier und das traditionelle Sommerfest heraus, das vor allem durch die Modellflugschau der MFG Condor und dem großen Flohmarkt aufgewertet wurde. Viele neue Projekte hat es innerhalb der Schonunger SPD gegeben: „Wir haben uns auch sportlichen Herausforderungen gestellt!“, sagte Rottmann und erinnerte beispielsweise an den Benefizlauf „Top of Schweinfurt“. Ernsten politischen Themen widmete sich die SPD 2009 neben den Europa- und Bundestagswahlen auch: Der Bayerische SPD-Vorsitzende MdB Florian Pronold bereiste die Gemeinde und beschäftigte sich mit Aussterben der Hauptschule, anschließend besuchte er das Solidaritätsfest der SuB. Als Selbstläufer bezeichnete Rottmann die Kabarettveranstaltungsreihe mit Ausnahmekünstlern wie Michl Müller, Klaus Karl-Kraus, Chris Böttcher, Lizzy Aumeier oder Mäc Härder. Aus den Erlösen konnten vergangenes Jahr eine stolze Summe über 2200 Euro Spendengelder überreicht werden. Auch Juso-Vorsitzender Marco Maiß hatte einiges zu berichten: Mit einem Beatabend im vergangenen Jahr wollte man der Schonunger Jugend etwas bieten und jungen Künstlern aus der Gemeinde eine Plattform bieten. Gut 350 Partygäste folgten der Einladung der Schonunger Jusos und lauschten den Sounds des „Tschägga“ (alias Michael Jäger) und seiner T-Band. Musikalisch sollte es auch beim Ferienspaß werden: Unter dem Motto „Schonungen sucht den Superstar“ bot man einen Karaokewettbewerb an, was mangels Teilnahme abgesagt werden musste. Dagegen wurde der Weihnachtsmarktstand der Jusos regelrecht belagert, was vor allem am spendablen Christkind der Jusos lag, das Süßigkeiten an die Kinder verteilte. Maiß bedankte sich für die Unterstützung des Ortsvereins, aber auch für die Zuschüsse für Seminare und Fortbildungen junge Mitglieder der SPD. Rottmann zeigte sich hoch erfreut, dass die SPD-Homepage (www.spd-schonungen.de) erstaunlich gut angenommen werde. Neben den angekündigten Kabarettevents, wird am 30.04. Würzburgs SPD-Oberbürgermeister Georg Rosenthal die Großgemeinde Schonungen besuchen und anschließend auf der Maifeier sprechen, das Sommerfest findet am 27.06. mit Flohmarkt und Modellflugschau statt. Am 29.07. wird der Fraktionschef im Bayerischen Landtag, Markus Rinderspacher erwartet, der sich Gemeindeproblemen widmen wird. Maiß erklärte, dass heuer wieder eine Ferienspaßaktion geplant sei und man auch beim Weihnachtsmarkt wieder teilnehmen würde – außerdem veranstaltet die SPD einen Christmas-Rock am Vorabend zur Schonunger Weihnacht mit den bekannten „Frankenräubern“.

Im Mittelpunkt der Versammlung rückte vor allem die Gemeindepolitik. Fraktionsvorsitzender Klaus Reimann berichtete von den Plänen, in Schonungen wieder einen Bahnhaltepunkt zu errichten. „Wir stehen da voll dahinter und wollen mit einer Vorfinanzierung der Pläne das Projekt beschleunigen!“, so Reimann und verwies damit auch auf das Ergebnis der SPD-Bürgerbefragung 2007. Verwundert zeigte er sich über das Personalkarussell der CSU, das sich in den vergangenen Monaten immer schneller drehte. Einigen Kollegen der CSU Fraktion mangle es an Ernsthaftigkeit und Kontinuität um ein solches Amt auszuführen. Zielscheibe seiner Vorwürfe war aber vor allem die Löffelsterzer Liste: Mit fadenscheinigen Ausreden haben sich die dortigen Listenbewerber aus der Verantwortung gestohlen. Erfreulich sei jedoch, dass die SPD-Fraktion mit Monika Hümmer nun einen Sitz mehr im Gemeinderat hält. Deutlich sprach sich die SPD Fraktion für die erneuerbare Energie aus, insbesondere für Fotovoltaikanlagen. Reimann untermauerte seine Forderung, mehr Flächen für Sonnenenergie auszuweisen. Als großes Problem sieht die SPD die Infrastruktur und damit die DSL-Anbindung in einigen Schonunger Ortsteilen. „Dorfverschönerungsmaßnahmen bringen keinen einzigen Neubürger, wenn gleichzeitig die Rahmenbedingungen dort nicht vorhanden sind!“, sagt Reimann und macht dafür eine verfehlte Zuschusspolitik verantwortlich. Verärgert zeigte sich der Fraktionssprecher über einige Schaufensteranträge der CSU: „Das der Landkreis uns die DSL-Anbindung nicht schenken würde war doch jedem klar, genauso, dass wir uns bei der momentanen Haushaltslage in den nächsten Jahren keine Mainbrücke leisten können – was bei der Bevölkerung nur unbegründete Hoffnungen schüre!“, so Reimann. Außerdem erklärte er die Zusammenhänge mit der gesplitteten Abwassergebühr und der Abtretung der Wasserversorgung an die RMG, was einigen Bürgern noch schwer im Magen läge. Er rief dazu auf, dass sich die Mitglieder der SPD aktiv an der Gemeindepolitik beteiligen und der Fraktion Impulse geben sollen. Einige Mitglieder zeigten sich sehr enttäuscht, dass die Großgemeinde Schonungen in den letzten Jahren eine schlechte Entwicklung genommen habe, was nicht nur alleine auf die Altlast geschoben werden kann. Die Menschen zögen fort, die Bevölkerung nimmt rasant ab, die Finanzen sind prekär und Gewerbe konnte sich in Schonungen nicht entwickeln, so der Tenor der Versammlung. „Wann kommt endlich das Pflegeheim, über hundert Menschen sind außerhalb Schonungens untergebracht!“, appellierte Dieter Endres. Auch städtebaulich läge Schonungen im Dornröschenschlaf, wie Juso-Vorsitzender Marco Maiß feststellt: Themen wie Verkehrssituation Bachstraße, Kreisverkehr im Buchental, Gewerbeansiedlungen wurden in der Versammlung kontrovers diskutiert. Verwundert zeigte sich die Versammlung vor allem in Sachen Altlast: „Kohmann genießt ein hohes Ansehen bei der betroffenen Anwohnerschaft: Die Vorbehalte der SuB richten sich nicht gegen das Bürgerbüro, vielmehr gegen die Blockadehaltung des Landratsamtes – die sollen ihn als Vertreter der SuB endlich akzeptieren!“, sagt Maiß und appelliert an Zeitung und Landratsamt sich an die Fakten zu halten um kein falsches Meinungsbild in der Öffentlichkeit zu streuen.

Stefan Rottmann

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