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Active Image Das Wappen der heutigen Großgemeinde geht auf die Verleihung des Stadtrechtes und der Gerichtsbarkeit (um 1484) zurück.
Damals hieß der namensgebende Ort noch Niederlauringen.
1492 erscheint dann erstmals die Bezeichnung Stadtlauringen.
Das Wappen zeigt:

»In Silber ein durchgehendes rotes Tatzenkreuz, dessen (heraldisch) linker Arm in Form einer Hand endet; im (heral disch) rechten unteren Zwickel ein gestürztes silbernes Schwert mit goldenem Griff.«
Es wurde am 28. Mai 1979 von der Regierung von Unterfranken für die am 1. Mai 1978 gebildete Großgemeinde genehmigt. Mit diesem eigenartigen Wappenbild – das schon die Siegel von 1520 und 1631 zeigen – hat es, laut F. Kretschmer (1986) folgende Bewandnis: Die Erteilung der Marktfreiheit war ein Vorrecht des Königs; das sinnbildliche Zeichen dafür war sein Handschuh. Hatte ein Ort das Marktrecht erhalten, so wurde das „Marktkreuz» an einem öffentlichen Platz aufgerichtet und über einem seiner Arme der „Handschuh des Königs» gezogen. Der Markt stand damit unter königlichem Schutze. Das Schwert soll auf das Stadtgericht hinweisen. Die Wappenfarben Rot, Silber (Weiß) und Gold sind erstmals in einem Wappenbuch von 1544 nachgewiesen.

Im 19. Jahrhundert wählte man dafür Blau und Weiß. Die jetzige Farbgebung entspricht wieder den – auf die Reichssturmfahne zurückgehenden – Farben Frankens. Dies ist ein Hinweis auf die alleinige Ortsherrschaft des Hochstiftes Würzburg ab 1475. Diese währte bis zum Anschluß an das Königreich Bayern im Jahre 1814. Seit 1818 nennt sich Stadtlauringen dann Marktgemeinde.

Text und Foto: Heribert M. Reusch
(Heraldiker) 

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