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Active Image Das Schild ist gespalten und im linken Feld (heraldisch rechts)* „von Rot und Silber (Weiß) mit drei aus Silber (Weiß) aufsteigenden Spitzen geteilt“. Im rechten Feld (heraldisch links)* befindet sich „in Gold auf grünem Dreiberg stehend eine schwarze Henne.

Dieses für die Großgemeinde am 7. Mai 1979 genehmigte Wappen gibt Hinweise auf die Vergangenheit aller in der Großgemeinde zusammengeschlossenen – ehemals selbstständigen – Gemeinden.
Der in der linken Wappenhälfte abgebildete „Fränkische Rechen“ ists das alte Wappenbild der Fürstbischöfe von Würzburg in ihrer weltlichen Eigenschaft als „Herzöge von Franken“.
Der„Fränkische Rechen“ soll an die über 250- jährige würzburgische Herrschaft (von 1542–1803) über das Gebiet der Großgemeinde erinnern.
Die rechte Wappenhälfte soll auf die ehemalige Zugehörigkeit zum hennebergischen Amt Mainberg – mit Sitz auf dem Schloss – hinweisen. Es stellt das Wappen der Grafen von Henneberg – Stammsitz in Thüringen – dar. Sie waren von 1305–1542 hier ansässig.

Active Image Das Frankenwappen
Der rot-weiße (silberne) „Fränkische Rechen“ – dem Wappen der Würzburger Fürstbischöfe entnommen – steht seit 1835 im Bayerischen Staatswappen für Gesamtfranken, d. h. die heutigen Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken. Aber auch in den außerhalb Bayerns befindlichen fränkischen Gebieten – so zum Beispiel in Baden Württemberg und Thüringen – gilt der „Rechen“ als das fränkische Gemeinschaftssymbol.

Text und Fotos: Heribert M. Reusch


*Anmerkung
In der Fachsprache der Heraldiker
wird ein Wappenschild so beschrieben,
als trüge man es vor der eigenen
Brust, d. h. die von Beschauer gesehene
linke Seite ist heraldisch rechts.

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