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„Die Ebertshäuser nehmen die Chance wahr, im Projekt Seestern des Schweinfurter Oberlandes dabei zu sein“. So schreibt Resi Rudolph in einem Brief an Bürgermeisterin Birgit Göbhardt, Üchtelhausen, und an Bürgermeister Friedl Heckenlauer, Stadtlauringen, Sprecher der Gemeindeallianz Schweinfurter Oberland.

Vorausgegangen war eine Versammlung der Ortseinwohner, zu der die Vereinsvorstände eingeladen hatten. „Wir müssen bis Januar 2010 ein Zeichen geben, ob wir wollen oder nicht“, so Gemeinderat Rainer Müller bei der Begrüßung der knapp über 40 Bürger. Er erläuterte, dass im Rahmen des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes das Projekt „Seestern“ besonders gefördert werde.

Dazu zählen der Ellertshäuser See und die vier Anrainerorte Fuchsstadt, Altenmünster (beide Markt Stadtlauringen), Ebertshausen (Gemeinde Üchtelhausen) und Reichmannshausen (Gemeinde Schonungen). Für diese vier Dörfer plus Löffelsterz (Gemeinde Schonungen) soll insgesamt die Dorferneuerung und/oder die Flurbereinigung beim Amt für Ländliche Entwicklung, Würzburg, beantragt werden. In Fuchsstadt läuft bereits ein Verfahren.
Gelungene Beispiele

Resi Rudolph gab zu bedenken, dass Dorferneuerung sich nicht nur auf die Neugestaltung von Plätzen und Straßen beziehen könne. Sie stellte gelungene Beispiele von Dorferneuerungsverfahren in Bayern vor, wo zum Beispiel in einem Ort ein Dorfladen gegründet wurde, ein Bioenergiedorf entstand oder das Miteinander der Generationen gefördert wurde. Wichtig sei die Begleitung der Neuordnung in Dorf und Flur durch Fachleute aus dem Amt für Ländliche Entwicklung, so die übereinstimmende Meinung der Bürger.
Bürgermeisterin steht dahinter

Ein Bürger fragte nach, ob auch private Maßnahmen bei einer Dorferneuerung finanziell unterstützt werden. Immer wieder wurde das Thema Zuschüsse aus der Staatskasse angesprochen. „Auch die Gemeinde hat Kosten“, gab Gemeinderat Rainer Müller zu bedenken. Die Bürgermeisterin Birgit Göbhardt stehe hinter einer Dorferneuerung in Ebertshausen, berichtete Resi Rudolph. Dagegen kam der Einwand aus der Versammlung, dass der Gemeinderat als Ganzes über den Antrag zur Aufnahme in die Dorferneuerung entscheide.

Wenn alle Dörfer des Seesterns zusammen in die Dorferneuerung gingen, könne ein Pilotprojekt laufen, so dass mit baldigem Beginn der Maßnahme gerechnet werden könne, teilte Resi Rudolph mit. Allerdings müssten alle vier, beziehungsweise die fünf Ortschaften um den See zustimmen. Bisher haben Fuchsstadt, Altenmünster und Löffelsterz an die jeweilige Gemeinde den Wunsch herangetragen, in ein solches Verfahren aufgenommen zu werden.

In der Versammlung sprachen nur wenige Bürger Bedenken gegen eine Dorferneuerung aus. Das zeigte auch das Abstimmungsergebnis: Es gab eine Enthaltung, eine Gegenstimme und 40 Ja-Stimmen.

Text und Foto: Rita Steger-Frühwacht

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