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Die Gemeinde Schonungen hat jetzt die Flächen definiert, auf denen Windkrafträder gebaut werden können. Sie liegen bei Waldsachsen in der Nähe der zwei bereits bestehenden Windräder und nördlich von Abersfeld. Insgesamt können dort maximal elf Anlagen platziert werden. Der entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplans stimmte der Gemeinderat zu.

Beide Fraktionen im Gremium seien sich einig, regenerative Energien fördern zu wollen, sagte Bürgermeister Kilian Hartmann. Er kündigte für Montag, 8. Februar, eine Info-Veranstaltung in Marktsteinach an und wies auf eine zügige Vorgehensweise bei der Ausweisung dieser Standorte hin. Denn der Gemeinde liegen vier Anträge für den Bau weiterer Windkraftanlagen vor. Die Änderung des Flächennutzungsplans geht auf die Initiative der Gemeinde zurück als Reaktion auf die inzwischen aufgegebenen Pläne eines Investors, sechs Windräder im Wald bei Reichmannshausen zu bauen, was auf heftigen Widerstand in der Bevölkerung und der Politik gestoßen war.

Mit Rücksicht auf die rechtlichen Vorgaben von Abstandsflächen zu Misch- und Wohngebieten, Gewerbegebieten, Waldgebieten, Richtfunkanlagen, Biotopen, Straßen und Hochspannungsleitungen hat Architekt Artur Metz zwei Flächen auf dem Schonunger Gemeindegebiet als Standort für Windkraftanlagen aufgezeigt. Einmal sei dies eine Fläche mit bester Windhöffigkeit (Eignung von Standorten für Nutzung von Windenergie) an der Verbindungsstraße zwischen Forst und Waldsachsen, wo bereits zwei Anlagen stehen. Nördlich der Verbindungsstraße zwischen Löffelsterz und Abersfeld liegt ein Areal, auf dem die drittbeste Windhöffigkeit ausgewiesen ist.

Laut Metz können im Bereich Forst/Waldsachsen maximal sieben Anlagen betrieben werden und in Abersfeld/Löffelsterz vier – unter der Voraussetzung, dass Privatleute ihre Grundstücke zur Verfügung stellen.

Der Sitz der Betreibergesellschaft sollte in der Gemeinde liegen, das sei im Interesse der Kommune, so Hartmann auf eine entsprechende Frage von CSU-Fraktionssprecherin Elisabeth Weger. Sie wies auch darauf hin, dass in beiden ausgewiesenen Standorten die Gemeinde keine eigenen Flächen besitzt. Enttäuscht zeigte sich Klaus Reimann, Sprecher der SPD-Fraktion, über die geringe Fläche für mögliche Windkraftanlagen.

In einer der nächsten Sitzungen sollen Flächen vorgestellt werden, die als Standorte für Fotovoltaikanlagen in Frage kommen.

Text: Steger-Frühwacht

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