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Geschichte anhand von Bauwerken anschaulich gemacht

Unsere Vorfahren – die alten Germanen – kannten steinerne Gebäude als Versammlungsräume noch nicht. Sie hielten ihre Zusammenkünfte – Thing genannt – im Freien, meist unter einer Linde ab.

Im Schweinfurter Oberland, in Birnfeld, gibt es noch einen solchen, von konzentrischen Steinsäulen umgebenen, Versammlungsplatz.
Die heutigen Rathäuser, als feste Behausungen, entstanden meist im Mittelalter, also zur Zeit des aufblühenden Gemeindewesens in den Städten und Dörfern. Unter den zahlreichen historischen Bauwerken im Schweinfurter Land nehmen zweifellos die schmucken Rathäuser einen besonderen Platz ein.
Meist wurden sie an exponierter Stelle – oft an einem Marktplatz gelegen– errichtet. Im ländlichen Bereich gab es manchmal die Besonderheit, dass im Erdgeschoss eine Dorfschmiede integriert war. So zum Beispiel inÜchtelhausen und Zell.

Der Bau von Rathäusern in Mainfranken war bereits Ende des 16. Jahrhunderts ein Bestandteil des Landesherrlichen Bauprogrammes der Würzburger Fürstbischöfe.

Es sollte den Untertanen einen Abglanz bürgerlicher Freiheit – wie sie sich insbesondere im Beispiel der mächtigen Freien Reichsstadt Schweinfurt spiegelte – verschaffen. Deren zwischen 1570 und 1572 für 3880 Einwohner errichtetes, für die damalige Zeit enorm großes Rathaus, gilt heute als einer der schönsten Renaissancebauten Deutschlands.

Im Schweinfurter Land ging es da schon bescheidener zu.
Aber auch hier gibt es stattliche Rathäuser, viel davon im typisch fränkischen Fachwerkstil. Von den 17 historischen Rathäusern im Landkreis stehen vier im Schweinfurter Oberland. Und zwar in Stadtlauringen (1563), Üchtelhausen (1721) und Waldsachsen (um 1600). InZell diente die „Alte Schnmiede“ (18./19. Jahrhundert) als Rathaus bis Ende 1968.

Die stolze Pracht dieser historischen Bauwerke im Schweinfurter Land kommt in den Bildern zum Ausdruck.

Text und Fotos Heribert M. Reusch

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