Partnerschaft mit Südfrankreich
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Freitag, 17. Juni 2011 |
 „Sie haben eine lebendige Partnerschaft zwischen Südfrankreich und Unterfranken ins Leben gerufen“, konstatierte Dr. Peter Motsch beim Festakt zum 25jährigen Bestehen der Gemeindepartnerschaft Schonungen-Alban in der Alten Kirche.
Motsch, Bezirksrat und der Vorsitzende des Partnerschaftskommittees in
Unterfranken, nannte in seiner Festansprache dieses Jubiläum ein
„historisches Ereignis“ und eine „historische Leistung“.
Gemeindepartnerschaften haben dazu beigetragen, dass Deutsche und
Franzosen in den vergangenen Jahrzehnten alte Feindschaften begraben und
alte Ressentiments überwunden haben. Deshalb können Partnerschaften wie
die von Schonungen und Alban als ein Modell für ganz Europa angesehen
werden, so Motsch.
Notwendig für eine Partnerschaft sei „ein pulsierender Bürger-Geist und
ein leidenschaftliches Bürger-Engagement“. So wäre in beiden Kommunen
die Partnerschaft eine Herzensangelegenheit geworden.
Herzliche Beziehungen seien in den letzten 25 Jahren zwischen den
Bürgern beider Partnergemeinden entstanden, berichtete Bürgermeister
Kilian Hartmann. Trotz der Sprachbarrieren und der weiten Entfernung sei
es zu Begegnungen und Austausch gekommen. Stets hätten die
gegenseitigen Besuche einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung
geleistet. „Im Geist echter Freundschaft sollen unsere Anstrengungen ein
Europa formen helfen, das sich seiner Geschichte würdig erweist und in
dem die Grenzen der Staaten die Menschen nicht von einander trennen“, so
lautete der Wunsch des Schonunger Rathauschefs.
Sein französischer Amtskollege Marin Pousthoumis sprach mit Blick auf
die Partnerschaft von einem „Zusammenrücken, um am Aufbau eines Europas
des Friedens und der Freundschaft mitzuwirken“.
Im Rückblick über die 25 Jahre währende Partnerschaft erinnerte
Jacqueline Hartmann an die beiden Bürgermeister Robert Mazens und Rudolf
Wenzel, unter denen diese Verbindung ins Leben gerufen wurde, mit
Micheline Theye und Renate Bönninger als erste Präsidentinnen der
Partnerschaftskomitees. Die Treffen in all den Jahren seien „von
Freundschaft, Toleranz und Verständnis gegenüber der anderen Mentalität
und Nation geprägt gewesen“. Die Lebendigkeit der Partnerschaft zeige
sich das ganze Jahr über, da zwei Gruppen wöchentlich Petanque spielen,
beim Ferienspaß der Gemeinde ein Schnupperkurs zum Erlernen des
französischen Kugelspiels angeboten werde und der Freundeskreis Alban
beim Schonunger Weihnachtsmarkt an einem Stand französischen Wein und
Käse anbiete.
Silvie Guiterrez, die Präsidentin des Komitees in Alban, nannte die
Partnerschaft „ein großes Abenteuer“ und wünschte, dass die Beziehung
zwischen Alban und Schonungen noch lange andauern möge. „Wir gehören
beide dem gleichen Staat: Europa“, schloss sie ihre Rede unter großem
Beifall.
Musikalisch wurde die Feier von den Geschwistern Carolin und Simon Gehringer sowie Jörg Schöner umrahmt.
Weitere Programmpunkte des Besuchs waren eine Baumpflanzung im Alban-Park und ein Ausflug nach Bamberg.
Zur Erinnerung sehen Sie auf dem Bild: Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde von links die
Bürgermeister Kilian Hartmann und Marin Pousthoumis, Silvie Guiterrez,
Jacqueline Hartmann und Bezirksrat Dr. Peter Motsch.
Text und Foto: Rita Steger-Frühwacht
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