Oberland-Erkennungs-Rätsel: Resonanz
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Montag, 25. Februar 2008 |
Für Spezialisten in Heimatkunde
Die Resonanz auf das Rätsel lässt uns fortfahren mit dieser Serie. Kurt Pfeuffer aus Schonungen hat das „Rote Fahrrad" richtig geortet, nämlich nahe der Lauer am Radweg in Stadtlauringen. Und auch den „Gässbock", der sich am Marienplatz in Üchtelhausen befindet.
Der Gewinn für alle ist das beigelegte Gedicht, das die Geschichte zum
Thema hat. Von Herrn Reusch, ebenfalls aus Schonungen, wurde der Ort
des Bildstocks richtig genannt. Aber auch dazu wurden dankenswerter
Weise einige Anmerkungen gemacht. Herr Reusch schreibt:
„Der Bildstock mit dem heiligen Wendelin steht - seit etwa 1925 - in
Mainberg. Wendelin ist der Schutzpatron der Hirten. Er lebte um das
Jahr 600n.Chr. als Einsiedler in Moselfranken in der Nähe von Trier.
Sein Gedenktag ist der 20. Oktober." Einen noch detaillierteren Betrag
schickte uns Bruno May aus Mainberg. Er zitiert aus der Orts chronik
von Georg Löhner. Dort heißt es: Der zirka vier Meter hohe Bildstock
ist aus feinem Sandstein gefertigt.
Er zeigt uns eine auf einem Sockel ruhende Säule, auf der der heilige
Wendelinus mit Schaufel und Zylinderhut, von zwei geflügelten Engeln
fankiert, steht.
Dieser Bildstock erinnert uns an die schreckliche Franzosenzeit aus den
Jahren 1796/97/98, in denen die französischen Soldaten das ganze
Frankenland und mit diesem auch Mainberg plünderten und brandschatzten
und im besonderen eine böse Viehseuche mit ins Land schleppten. Nach
Überwindung der schrecklichen Viehseuche, die auch den größten Teil des
Mainberger Großviehs vernichtete, ließen da und dort fränkische Orte
Bildstöcke mit dem heiligen Wendelinus errichten. Die im Sockel eingemalte Inschrift: „Jedes Unrecht findet seine
Vergeltung, sie findet sie aber sicher" ist erst später angebracht
worden.
Dieser Bildstock ist aus Dankbarkeit, der Erlösung der Viehseuche
wegen, von den Nachbarn Mainbergs im Jahre 1797 errichtet worden.
Diese drei Bilder wurden wieder über das Oberland verteilt in je
einem Dorf der drei Großgemeinden aufgenommen. Wer dazu etwas weiß,
wende sich an die Redaktion.
 
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