Brunnenanlage in Stadtlauringen
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Montag, 9. August 2010 |
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Im Rahmen eines fröhlichen Festes, ausgerichtet vom Männergesangverein Harmonie und musikalisch gestaltet von der Jugendblaskapelle Stadtlauringen wurde der Abschluss der Sanierungsarbeiten in der Haintor und Lipsenstraße gefeiert.
Großes Staunen: Kinder aus der Haintor- und Lispenstraße enthüllten die Figur des Nachtwächters und einen Quellstein.
„Wir legen in unserer Marktgemeinde Wert darauf, die Ortskerne zu
stärken“, versicherte Bürgermeister Friedel Heckenlauer beim Festakt. Er
nannte die Maßnahmen der Städtebauförderungen im Ort einen
„anstrengenden, aber notwendigen Prozess“. Heckenlauer erinnerte an die
die zurückgehende Zahl der Einwohner in den Ortskernen. Besonders
bedenklich sich die hohe Konzentration der Ein- oder
Zweipersonenhaushalte mit Bewohnern höheren Alters in diesem Areal.
Für die Neugestaltung der Straßen einschließlich Beleuchtung wendete der
Markt 357 000 Euro auf, hinzu kommen nochmals 257 500 für die
Neuverlegung von Wasser- und Abwasserrohre. Insgesamt erhielt
Stadtlauringen dazu Zuschüsse aus dem Finanzausgleich knapp 100 000
Euro.
In dem neugestalteten Straßenbereich wurden Asphaltflächen zurückgebaut
und kleinere Grünflächen angelegt. Um das Element Wasser wieder erlebbar
zu machen wurde an der Ecke Haintorstraße/Lispenstraße ein Quellstein
gesetzt.
Diesen und die Figur des Nachtwächters gestaltete die Schweinfurter
Bildhauerin Steff Bauer. „Unser Nachtwächter hier hat seine Arbeit getan
und nimmt Platz auf der Ruhebank“, erklärte sie den ruhenden
abgeklärten Blick in Gesicht der Gestalt. Warum die Gemeinde hier eine
Nachtwächterfigur setzen ließ? An dieser Ecke war laut den Erkenntnissen
des Heimatforschers Dr. Reinhold Heusinger ein Haltepunkt für den
Nachtwächter in früheren Jahrhunderten in der Nacht, wo er seinen
festgelegten Ruf machte.
Die große Bedeutung des Elements Wasser sprach Pfarrer Dr. Benno von
Bundschuh an, als er den Brunnen segnete. Er dankte der Marktgemeinde,
dass sie das Wasser als Brunnen den Menschen hier wieder in die Realität
geholt habe, da Brunnen in erster Linie nur noch in der
Sprachüberlieferung wie den Märchen, Liedern und Gedichten lebendig
sind.
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