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Donnerstag, 10. Dezember 2009 |
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Zeichen einer alten Tradition
Bereits seit dem Altertum sind – als Ersatz für Inschriften oder
Nummern–Hausschilder in bildhafter Darstellung bekannt. Das Mittelalter
hat dann Schilder in vielfältiger Form hervorgebracht. Bis in die
heutige Zeit haben sich diese figürlichen Hauszeichen erhalten.
Insbesondere bei Gasthöfen und Wirtshäusern sind diese oft künstlerisch
wertvollen Schilder, auch Ausleger genannt, heute noch zu bewundern.
Leider musste in unserer Zeit der Industriealisierung die alte
Handwerkskunst in den Hintergrund treten. Oft ist jetzt, mit
Brauereiwerbung versehener, neonbeleuchteter Abklatsch an ihre Stelle
getreten.
Jedoch ist Gott sei Dank vielerorts ein Traditionsbewusstsein erhalten
geblieben. Das heißt, überall in Franken und anderswo gibt es sie noch,
die alten prächtigen Wirtshausschilder. Speziell in den Tourismusorten,
wie zum Beispiel in Volkach, zieren sie traditionsreiche Gasthäuser wie
z. B. das
„Zur Schwane“. Auch im Schweinfurter Oberland sind schöne
Wirtshausausleger vorzufinden. So zum Beispiel in Mainberg („Zum
Schwarzen Adler“, hergestellt 1813/14) und in Wettringen („Zum
Storchen“).
Viele der historischen Gasthausnamen haben sich bis heute erhalten, wie
Zum Adler, Bären, Hirschen, Lamm, Löwen, Ochsen, Raben, Ross, Schwanen,
Storchen usw.
Aber auch andere Begriffe waren gebräuchlich: Engel, Grüner Baum,
Gemütlichkeit, Krone, Linde, Post, Rose, Sonne, Stern, Traube, Vier
Jahreszeiten u.a.
Und auch im deutschen Volkslied wurden Wirtshausnamen verewigt.
Man denke nur an die „Lindenwirtin“ oder den „Krug zum grünen Kranze“.
Text: Heribert M. Reusch
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