Maximal elf Windräder möglich
|
|
|
|
|
Dienstag, 16. Februar 2010 |
|
Die Gemeinde Schonungen hat jetzt die Flächen definiert, auf denen Windkrafträder gebaut werden können. Sie liegen bei Waldsachsen in der Nähe der zwei bereits bestehenden Windräder und nördlich von Abersfeld. Insgesamt können dort maximal elf Anlagen platziert werden. Der entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplans stimmte der Gemeinderat zu.
Beide Fraktionen im Gremium seien sich einig, regenerative Energien
fördern zu wollen, sagte Bürgermeister Kilian Hartmann. Er kündigte für
Montag, 8. Februar, eine Info-Veranstaltung in Marktsteinach an und
wies auf eine zügige Vorgehensweise bei der Ausweisung dieser Standorte
hin. Denn der Gemeinde liegen vier Anträge für den Bau weiterer
Windkraftanlagen vor. Die Änderung des Flächennutzungsplans geht auf
die Initiative der Gemeinde zurück als Reaktion auf die inzwischen
aufgegebenen Pläne eines Investors, sechs Windräder im Wald bei
Reichmannshausen zu bauen, was auf heftigen Widerstand in der
Bevölkerung und der Politik gestoßen war.
Mit Rücksicht auf die rechtlichen Vorgaben von Abstandsflächen zu
Misch- und Wohngebieten, Gewerbegebieten, Waldgebieten,
Richtfunkanlagen, Biotopen, Straßen und Hochspannungsleitungen hat
Architekt Artur Metz zwei Flächen auf dem Schonunger Gemeindegebiet als
Standort für Windkraftanlagen aufgezeigt. Einmal sei dies eine Fläche
mit bester Windhöffigkeit (Eignung von Standorten für Nutzung von
Windenergie) an der Verbindungsstraße zwischen Forst und Waldsachsen,
wo bereits zwei Anlagen stehen. Nördlich der Verbindungsstraße zwischen
Löffelsterz und Abersfeld liegt ein Areal, auf dem die drittbeste
Windhöffigkeit ausgewiesen ist.
Laut Metz können im Bereich Forst/Waldsachsen maximal sieben Anlagen
betrieben werden und in Abersfeld/Löffelsterz vier – unter der
Voraussetzung, dass Privatleute ihre Grundstücke zur Verfügung stellen.
Der Sitz der Betreibergesellschaft sollte in der Gemeinde liegen, das
sei im Interesse der Kommune, so Hartmann auf eine entsprechende Frage
von CSU-Fraktionssprecherin Elisabeth Weger. Sie wies auch darauf hin,
dass in beiden ausgewiesenen Standorten die Gemeinde keine eigenen
Flächen besitzt. Enttäuscht zeigte sich Klaus Reimann, Sprecher der
SPD-Fraktion, über die geringe Fläche für mögliche Windkraftanlagen.
In einer der nächsten Sitzungen sollen Flächen vorgestellt werden, die als Standorte für Fotovoltaikanlagen in Frage kommen.
Text: Steger-Frühwacht
|