|
Freitag, 25. April 2008 |
Der Name bedeutet "bei
den Häusern". Eine nähere Bestimmung wie bei anderen "hausen"-Orten
fehlt. Ortsnamen auf "hausen" weisen auf fränkische Besiedlung
hin. Man bezeichnete so Kleinsiedlungen, die etwas abseits des älteren
Siedlungsortes (Urort) entstanden. Die Gegend war aber schon in der
Hallstattzeit besiedelt, was das große Hügelgräberfeld im Wald
nördlich des Ortes beweist.
Erstmals wird Hausen zusammen
mit Schonungen in der schon erwähnten Kaiserurkunde von 1194 genannt.
Begütert waren neben dem Bamberger Bischof die Klöster Heiligenthal und
Ebrach, die Grafen von Henneberg, die Ritter von Wenkheim. 1420 brannte
das Dorf bei einer Fehde zwischen dem Würzburger Bischof und der Stadt
Schweinfurt fast völlig ab und musste neu aufgebaut werden. Im
Bauernkrieg 1525 beteiligten sich die Bewohner von Hausen an der
Zerstörung der Burg Marktsteinach.
Hausen gehörte zunächst zur
Pfarrei Marksteinach und wurde später (Zeit unbekannt) selbständig. Zur
Zeit wird Hausen seelsorglich vom Schonunger Pfarrer mitversorgt. Die
St.-Leonhards-Pfarrkirche wurde um 1615 erbaut und mehrfach umgebaut bzw.
erweitert, zuletzt 1896. Sehenswert sind die Spätrokoko-Altäre und die
spätgotische Madonna (1430).
Die ehemalige Schule steht der
Gemeinde und den Ortsvereinen für ihre Zwecke zur Verfügung. Das Dorf
liegt 2 km nördlich von Schonungen in einem Talkessel 242 m ü. NN., wo
sich zwei wasserarme Bächlein vereinigen. Unterstützt von einer starken
Quelle mitten im Dorf bilden sie den Mühlbach, der auf seinem Weg zum
Main mehrere Mühlen treibt. Die Neubaugebiete erklettern die Talhänge.
Die
Kreisstraße SW 26 stellt die Verbindung zur Staatsstraße St 2266 in
Schonungen und weiter über die B 26 nach Schweinfurt her, was für die
zahlreichen Auspendler günstig ist. Nach Hausen verkehren die Stadtbusse
von Schweinfurt.
Die
Landwirtschaft spielt eine nebensächliche Rolle.
Das
Dorf wurde bei starken Regenfällen bzw. bei der Schneeschmelze häufig
durch Überschwemmungen in Mitleidenschaft gezogen. Eine umfangreiche
Hochwasserfreilegung wurde durchgeführt.
Quelle: www.schonungen.de (25.04.2008)
|