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Active Image Der Name ist schwer zu deuten. Oeller ("Die Ortsnamen des Landkreises Schweinfurt") führt ihn auf ein Wald- oder Feldstück von der Form eines Löffelstiels (sterz = Stiel) zurück.

Eine erste Erwähnung ist 1244 zu finden, als der Henneberger Graf Otto von Bodenlauben Löffelsterz dem von ihm gegründeten Kloster Frauenroth übergibt. Die Henneberger bleiben aber weiterhin in Löffelsterz begütert.


Das Dorf liegt auf der Hochfläche des Schlettach 379 m ü. NN: Der Ortskern umrahmt im Dreieck den breiten Dorfanger mit der schönen Barockkirche, der alten Schule und der mächtigen Dorflinde. Neubaugebiete schließen sich nach Westen und Norden an. Hier findet man auch die großen Treibhäuser der landesbekannten Orchideenzucht. 1787 und 1791 zerstörten Feuersbrünste den größten Teil des Dorfes.


Löffelsterz ist Filiale der Pfarrei Marktsteinach. Die Kirche hat den hl. Ägidius zum Patron. Der Turm stammt von der 1612 durch Bischof Julius Echter erbauten Kirche, das heutige Langhaus wurde 1731 / 32 neu erbaut. Die barocke Inneneinrichtung ist sehenswert. Dort steht auch die wertvolle Barockorgel des bekannten Würzburger Orgelbauers Joh. Phil. Seuffert von 1736.


Das ehemalige Schulhaus wurde zum Bürgerhaus und für Feuerwehrzwecke umgebaut.


Löffelsterz ist trotz abseitiger Lage günstig an das überörtliche Verkehrsnetz angeschlossen durch die vorbeiführende Staatsstraße St 2266 nach Schonungen / Schweinfurt und Hofheim / Coburg sowie durch die Kreisstraße SW 4 über Buch ins Maintal bei Obertheres / Hassfurt. Das kommt den Auspendlern zugute.


Für die Landwirtschaft ist die Natur mit den wenig ertragreichen Böden und dem rauhen Klima nicht günstig. Es ist dort oben merklich kälter als im Maintal, der Schnee bleibt länger liegen und die Saat-, Blüh- und Erntezeit liegt etwa eine Woche später.

Quelle: www.schonungen.de (25.04.2008)

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