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Gastronomie im Schweinfurter Oberland
Teil 11: Das Naturfreundehaus in Marktsteinach
Seit Anfang August 2009 ist es nach längerer Pause wieder geöffnet: Das Naturfreundehaus Steinachblick oberhalb von Marktsteinach. Mit Gastro-Fachmann Wolfgang Rüttinger sowie Koch und Pächter Manfred Stark, derzeit unterstützt im Servicebereich von Anthony Henderson, haben es echte Profis übernommen und wollen versuchen, das Traditionshaus auf Dauer wiederzubeleben. Fraglos vereint diese Gaststätte mit ihrer Lage zahlreiche Vor- und Nachteile.
 Das neue Team setzt aber auf den einzigartigen Standort. Wer zwischen
Marktsteinach und Löffelsterz den steil ansteigenden Berg (von unten
kommend) gerade hinter sich bzw. talabwärts noch vor sich hat, muss
links bzw. rechts in den Wald abbiegen. Dort sind es dann noch rund 700
Meter (auf dem Hinweisschild stehen nur 300...) zum Naturfreundehaus.
Das hat einen großen Parkplatz für Pkws und liegt direkt an einer
Lichtung. Die riesige Wiese eignet sich bestens für Kinder zum Spielen,
aber auch für Camping-Mobile, für einen Urlaub also in der Idylle.
Anschlüsse für Abwasser und Strom sind vorhanden. Ein Jugendraum mit
rund 40 Plätzen im Keller des Hauses, zwei Doppelzimmer im Dach und ein
Matratzenlager für rund 20 Übernachtungsgäste verdeutlichen: Wer den
Weg hierher findet, der kann auch gerne länger bleiben. Zumindest für
eine Nacht. Auf Wunsch und Anmeldung ist das schon jetzt möglich.
 Was im
Hochsommer ebenfalls noch ein Trumpf ist (und die zumindest für
Radfahrer und Fußgänger recht beschwerliche Anreise ausgleicht): Der
Biergarten und die Terrasse mit den insgesamt locker 50 bis 80 Plätzen
im Freien und in einem überdachten Pavillion. Innen sind es dann
weitere 50 Sitzplätze in der gemütlichen Gaststube.
Und damit zu dem, was die Pächter in der Küche zubereiten und auf die
Tische bringen: Bei der Speisekarte setzt man bewusst auf ein kleines
Angebot und kündigt stets frisches Kochen an. Das Schnitzel mit Pommes
oder Bratkartoffeln und Salat für gute 6.80 Euro gibt´s natürlich,
Bratwürste mit Sauerkraut und Brot für unschlagbare 4,20 Euro, genauso
Currywurst und kalte Brotzeiten wie Wurst-, Schinken- und Käsebrote,
Gerupften, einen Brotzeitteller und ein Wanderpaket.
 Dazu steht stets ein Tagesgericht auf der Karte. Am Tag unseres ersten
Besuchs waren das die Schweinelende mit Champignonrahmsoße, Spätzle
oder Kroketten und einem Beilagensalat. Und als Vorspeise überzeugte
die Kürbiscremesuppe, ebenfalls frisch zubereietet und nicht aus der
Tüte.
Mönchshof und Kapuziner heißen die (im Haus von früher gewohnten)
Biermarken, allerdings kommt das Gute aus der Region nicht zu kurz:
Martinsbräu aus Hausen ist mit Hefe, Pils und dem zu Recht so hoch
gelobten Spezial vertreten. Sieben verschiedene Weine gibt es,
überwiegend aus Hergolshausen und Theilheim stammend. Die
0,5-Saftschorle bieten die Pächter für unglaublich günstige 1,80 Euro
an und nennen Cola und Spezi "Imperialistenbrause". Zum Kaffee wird
leckerer Kuchen serviert, selbst gemacht natürlich, mit Johannisbeeren
oder Mirabellen, je nach Saison auch mit anderen Leckereien. Am Tag des Besuchs gab´s Zitronen-
und Schokokuchen. Da lohnt sich sogar der
Anmarsch zu Fuß, der von Marktsteinach aus auch über den Wald abseits
der Hauptstraße möglich ist.
Naturfreundehaus Steinachblick
97453 Marktsteinach
Tel: 09727/1864
Öffnungszeiten:
Vorerst Mittwoch bis Samstag ab 11 Uhr sowie
Sonntag und Feiertag ab 9
Uhr.
Geöffnet ist an sich immer so lange, wie es draußen hell ist. Wer
später kommen will, sollte aber vorsichtshalber mal anrufen.
Text und Fotos: Michael Horling
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