Es gibt sie also noch, die „Geheimtipp-Gastronomie". Im Oberland entdeckten wir für unsere Serie schon so einige empfehlenswerte Restaurants, ganz besonders urig und außerhalb der lokalen Grenzen bislang eher unbekannt ist der Heustadl in Stadtlauringen. Ziemlich genau an der Durchgangsstraße von Richtung Schweinfurt kommend auf der rechten Seite nach wenigen hundert Metern im Marktgemeindeort auf einer leichten Anhöhe gelegen und somit nicht unbedingt auf dem ersten Blick ersichtlich. Wer unten aber sein Auto abstellt und die wenigen Meter nach oben läuft, bemerkt dann schon den Leiterwagen auf dem Vordach der Gaststätte. Und wer nun neugierig wird und den Eintritt wagt, dürfte damit den ersten Schritt machen auf dem Weg zur Stammkundschaft.

Denn was Inhaber und Koch Volker Allenbach, der den seit 1969
bestehenden Familienbesitz führt, und Manja Schippel zunächst mal
optisch auf die Beine gestellt haben, sucht Seinesgleichen: Da sie Nostalgie-Fan ist, ist der Innenraum mit seinen bis zu 60 Sitzplätzen
entsprechend eingerichtet. Wie ein kleines Museum mit einem alten
Fahrrad, Schränken und einem Tisch, der schon über 100 Jahre auf dem
Buckel hat. Der Leiterwagen stammt von einem alten Stadtlauringer
Bauernhof. Der Heustadl selbst erzählt ohnehin eine Geschichte,
befindet er sich doch auf einstigen Gleisen. Denn gleich nebenan stand
früher und bis 1959 der Stadtlauringer Bahnhof, von dem die
Lauertalbahn auf 17 Kilometern einst nach Rottershausen fuhr.
Erinnerungen an die Vergangenheit werden bald schon die neue
Speisekarte zieren.
Zurück zur Gaststätte und ihrem Angebot: Bis zu 25 Personen finden im
Biergarten einen Platz, wo im Sommer im Freien die jeweils drei
frischen und fränkischen Gerichte besonders gut schmecken, die es
ausgewählt abseits der Karte gibt: Wildgerichte oder die
"Meefischplatte" (Zander, Karpfen und Hecht zu Petersilienkartoffeln
mit Gartenkräutersoße) reizen, Toasts und Baguettes für den kleinen
Hunger sowieso. Obwohl die Inhaber selbst Raucher sind, ist das Qualmen
im Inneren verboten. Auch dann, wenn Gäste kommen, die sich an den
Dartautomaten versuchen oder hinter dem Gastraum auf der
Bundeskegelbahn. Für Geburtstagsfeiern oder andere Festlichkeiten
eignet sich der Haustadl also auch bestens.

Die Schnitzelkarte:
Zwölf (!) verschiedene gibt es, angefangen vom Wiener für 7.20 Euro
über Hawaii-, Schlemmer-, Rahm- und Jägerschnitzel bis zum
Pfeffersteak. Unser Test brach mengenmäßig alle Rekorde und traf auch
genau den Geschmack. Ein Traum eigentlich für die Schweinfurter, die
dafür ja bekannt sind, dass sie gerne aufs Land fahren für große und
gute Portionen...
Nudeln:
Auch hier besticht die Auswahl an stets frisch gemachten Tortellini oder Spaghetti.
Vegetarisches:
Neben 20 Nudeln gibt´s auch sechs verschiedene Salate. Der à la
"Heustadl" ist aufgrund der Hähnchenbrust nichts für Freunde der
fleischlosen Kost