2009 ist ein ganz besonderes Jahr. Seit 1909 befindet sich das Gasthaus Zellertal in Familienbesitz. In mittlerweile vierter Generation führt Edmund Beck den Betrieb, der sich im idyllischen Zellertal im 700 Seelen-Ort Zell nur wenige Kilometer nödlich von Schweinfurt befindet und der sich Tradition bewahrt hat. Für die Original Schweinfurter Schachtschüssel steht das Gasthaus Zellertal wohl wie kaum ein zweites. Und die Bratwürste dürften weit und breit die besten sein. Sagt man - und darf man glauben.

„Fränkisch, ofenfrisch, saisonbezogen!" Mit diesen drei
Schlagworten beschreibt man am einfachsten das Lokal, das sich der
fränkischen Wirtshauskultur verschrieben hat und das die Herzen zum
Lachen bringt bei all denjenigen, die urige Gemütlichkeit lieben. Zum
100. Geburtstag ist eine Chronik erschienen und eine vierteljährliche
„Zellertal-Post", die nicht nur die Vergangenheit beleuchten, sondern
auch die Geschichte der Schlachtschüssel (die im Winter für Angemeldete
nahezu wöchentlich veranstaltet wird), Edmund Becks Engagement für
den Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband und den Zusammenschluss
zu den „LandWirt´n": Fest in die Region verwurzelte Gasthäuser, die
überwiegend fränkisch kochen und die auf Qualität setzen.
Weil auch nichts älter ist als die Zeitung von
gestern, setzt man im Zellertal auf ständig neue Tageskarten: Mittag
und Abend gibt es verschiedene. Kalte Speisen wie Tatar, Gläserfleisch,
Gerupfter, Käse, Fleisch- und Leberwurst stehen immer auf der Karte,
Bratwürste gibt es ebenso stets, genauso wie die Ripple Zellertal mit
Röstzwiebeln, das Schweinekotlett mit großem gemischten Salatteller
(für 8,80 Euro), die Leberwürstchen und das Matjesfilet nach
Hausfrauenart mit Pellkartoffeln.

Ansonsten kommen die
Produkte saisonbedingt auf den Tisch: Unlängst luden die
Bratwurstwochen mit verschiedenen Kreationen ein. Ende Juli / Anfang
August steht eine Steakwoche an, Mitte August dann das Open
Air-Brunnenfest. Je nach Jahreszeit ist die Karte gefüllt mit
Spargelgerichten, diversen Leckereien rund um Pfifferlinge. Enten-,
Wild- und Gänsezeiten kommen immer wieder. Rinderroulade oder
sudfrisches Knöchle bekommt man im Zellertal nicht selten. Und das
Bauernhofeis (u.a. Vanille mit Kirschkompott) oder die Sektschorle mit
Holunderblütensirup gibt´s gewiss auch nicht überall. Im Internet
stehen alle Angebote in allen Einzelheiten.
Getränketechnisch
setzen die Becks auf Biere der Würzburger Hofbräu und auf das dunkle
Keiler-Weißbier aus Lohr, auf Bionade aus der Rhön, auf Weine aus
Ramsthal, Mainberg, Thüngersheim und Mönchstockheim sowie natürlich auf
die übliche alkoholfreie Auswahl. Bei allem, was angeboten wird, gilt:
Der eher unscheinbare erste Eindruck von der Talstraße (= Hauptstraße)
aus täuscht: Denn was im Hof und im Inneren des Gashauses Zellertal
passiert, das dürfte in dieser Form nicht nur im Schweinfurter Oberland
konkurrenzlos sein. Man teste vor allem die Bratwürste und staune!

Gasthaus Zellertal
Familie Beck
Talstraße 33
97532 Zell
Tel.: 09720/1023
Fax: 09720/1022
www.gasthaus-zellertal.de
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(www.schlachtschuessel.de und www.schweinfurter-schlachtschuessel.de führen ebenfalls zum Gasthaus)
Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Montag von 9 bis 14 Uhr und ab 16 Uhr
Sonn- und Feiertag ab 9 Uhr durchgehend
Warme Küche von 11.30 bis 13.30 Uhr (Sonn- und Feiertag bis 14 Uhr) und von 17 bis 21 Uhr
Ruhetage: Dienstag und Mittwoch
Text: Michael Horling
Fotos: Privates Archiv und Michael Horling