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Mittwoch, 1. September 2010 |
 Die Enten Tick, Trick und Track schwimmen gemütlich die Lauer hinunter. „Gelb, Gelb, Rot, Rot, Blau Blau“, „schau mal, wie deine aufholt“, so sind laute Rufe aus vielen Kinderkehlen am Ufer zu hören. An diesem Samstag steigt die Ferienspaßaktion des Obst- und Gartenbauvereins im Weichbild des Marktes Stadtlauringen am Radweg Richtung Rothhausen.
Welche Ente erreicht wohl als erste das Ziel? Das ist die spannende Frage beim Entenrennen in der Lauer, zu dem Obst- und Gartenbauverein Stadtlauringen beim Ferienspaß die Kinder einlädt.
Seit drei Jahren beteiligt sich der Obst- und Gartenbauverein mit dem
„Entenrennen“ am Ferienspaßprogramm der Gemeinde. „Wir wollten nicht
immer nur etwas für die Erwachsenen anbieten, sondern auch für Kinder“,
erklärt Gertrud Scholz. „Wir haben gute Verbindung nach oben“, freut
sie sich über den herrlichen Sonnenschein an diesem Nachmittag, denn
bei Regen kann die Aktion im nassen Element nicht mit den Kindern
durchgeführt werden.
Die dreißig Kinder im Alter von vier bis elf Jahren sind so begeistert
vom Entenwettschwimmen. Natürlich werden da nicht lebendige Tiere für
den Wettbewerb missbraucht, wie gelegentlich bei Rudolf Pastuschka
nachgefragt. Als Organisator ruft er immer drei Kinder in der gleichen
Altersklasse auf, die Enten an der mit Start markierten Stelle der Lauer
einzusetzen.
Zusammen mit den Kindern begleitet er die Enten entlang der Bachstrecke
immer eine Stoppuhr in der Hand, um ja den Sieger richtig zu ermitteln.
Tags zuvor hat er den betreffenden Uferbereich gemäht. „Aber an einer
Stelle müssen die Enten unter Schilf durch, da wird’s für die Kinder
interessanter“, lacht er.
Auf einem Plakat sind die Regeln aufgeschrieben. Es ist erlaubt, die
Enten anzufeuern und ihnen gut zuzureden, was die Kinder auch lautstark
und mit großem Eifer machen. Jedes Kind, dessen Ente an den Start ging,
darf mit einer langen Rute die Enten vom Ufer befreien, wenn sie mal
hängen bleiben, denn die Strömung im Bach ist hier gering. Pastuschka
achtet allerdings darauf, dass ein Kind die Ente nicht auf der gesamten
Länge von rund 150 Metern mit dem Stock den Bach hinunter treibt, und so
das Ergebnis des Wettbewerbs manipuliert. Wenn das Ziel erreicht ist,
werden die Enten mit einem Käscher aus dem Wasser geholt.
„Das Wettrennen“, so ist von Leonie zu hören auf die Frage, warum sie so
gerne kommt. Sie nimmt wie einige der Kinder schon im zweiten Jahr an
dieser Veranstaltung teil. Denn es winken nicht nur schöne Preise für
die Kinder, auch Urkunden hält Margit Pastuschka bereit. Nach dem Rennen
gibt es für jedes Kind Gummibärchen, Limo und Bratwürste. Beliebt sind
bei den Kindern auch Gurkenscheiben, Kirschtomaten, Erbsenschoten und
Karottensticks, die sie sich aus einem Korb holen dürfen. Und das Gemüse
stammt selbstverständlich aus dem eigenen Garten der Vereinsmitglieder.
Text und Foto: Rita Steger-Frühwacht
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