|
Mittwoch, 1. September 2010 |
 Zu Gast bei Rudi Regenwurm und seinen Freunde im „Erdreich“ waren knapp 20 Kinder bei der Ferienspaßaktion mit der Naturpädagogin Reinhilde Hefter. Eingeladen hatte dazu der CSU-Ortsverband unter dem Motto „Mutter Natur“. Die Kids machen sich mit ihren Betreuern auf in die nahe am Dorf
gelegene Waldabteilung „Eichholz“. „Wir legen einen Weg vom grünen Blatt
zum humusreichen Waldboden“, kündigt Reinhilde Hefter an.
Erde fühlen und mit den Händen bearbeiten, diese Erfahrung konnten die Kinder beim Gestalten mit Ton machen. Mit im Bild die Betreuer Ignaz Hepp (links) und Engelbrecht Heppt.
Die Kinder
schwirren aus, um ganz unterschiedliche Blätter zusammen zu tragen.
Grüne, gelbe, rotbraune, dunkelbraune und auch Blätter, bei denen nur
noch das feingliedrige Gerippe zu sehen ist. „Wieder mit der Natur in
Verbindung kommen“, dazu soll für Hefter dieses Ferienangebot die Kinder
anregen. Diese staunen, als sie erfahren, dass Sonne, Regen Wind und im
Winter der Schnee aus den Blättern fruchtbaren Waldboden entstehen
lässt.
Aber die Naturpädagogin rückt nun den Rudi Regenwurm und seine
Freunde ins Blickfeld der Kinder. Sie erklärt geduldig und dem Alter der
Kinder angepasst, dass auch kleine Tiere mit dazu beitragen, wenn aus
Pflanzenteilen Humus entsteht. Mit der einem Lupenglas ausgerüstet,
suchen die Kinder eifrig den Waldboden nach Regenwürmern, Asseln,
Tausendfüsslern, Bodenspinnen, Schnellkäfer und Springschwanz ab. Janina
und Lisa haben sogar zwei Nacktschnecken entdeckt.
Ein plötzlich
einsetzender heftiger Regenguß lässt die Erlebnistour in den Wald abrupt
abbrechen. Muttis werden per Handy angerufen, um die Kinder mit Autos
zurück in das Dorf zu bringen.
Wegen des Regens müssen die Workshops
von der Pfarrwiese in den Pfarrsaal verlegt werden. Auch dabei geht es
um das Thema „Erde“.
„Erst mal fest drauf klopfen, damit die Luft
raus geht“, gibt Reinhilde Hefter Tipps für das Verarbeiten der
Tonstücke. Phantasievoll gestalten die Kids Figuren aus Ton, der nichts
anderes als eine besondere Erde, nämlich Lehm, ist. „Euer Werkstück
wird, da es nicht gebrannt wird, im Laufe des Sommers wieder zu Erde“,
das können alle erleben, wenn sie ihre Figur in den Garten stellen,
erklärt Hefter. Am Nachbartisch im Pfarrheim malen die Kinder mit
Erdfarben in den Farbtönen Gelb, Rot, Braun auf einem DIN A 3 großen
Blatt Papier, das in einer Plastikhülle gesteckt, als Platzset oder als
Schreibtischunterlage zu Hause an diese Ferienspaßaktion erinnert.
Auch der Rudi Regenwurm wird zum Mitnehmen von den Kindern aus bunten Holzperlen und aus kleinen Moosgummischeiben gestaltet.
An
diesem Nachmittag malt Reinhilde Hefter auch noch jedem, der möchte,
ein Tattoo auf den Oberarm. Selbstverständlich verwendet sie dabei
Heilerde. Dass Erde als Heilerde bei gesundheitlichen Beschwerden
verwendet wird, weiß keiner von den Kindern. Jetzt meldet sich aber der
Betreuer Engelbrecht Heppt zu Wort: „Wir haben früher in Hesselbach an
bestimmten Stellen in der Gemarkung Erde gesucht und geholt. Die haben
wir in das Futter für die kleinen Schweinchen, wenn sie Durchfall
hatten“, erinnert er sich. Da staunen die Kinder.
Text und Foto: Rita Steger-Frühwacht
|