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Keine Angst mehr vor einem Restaurantbesuch haben die Kids, die beim Ferienspaß der Eigenheimer Hesselbach einen vierstündigen Minikurs für Benimmregeln beim Essen erlernten.
„Nicht wie bei Hofe“, lächelt Claudia Scheuring, die Organisatorin, sollten die Kinder sich fühlen. Ihr ging es darum, Grundkenntnisse über Tischsitten zu vermitteln. Die Idee zu einem solchen Ferienspaßangebot kam ihr bei einem Fernsehbericht über „Kinder aus besserem Hause“. Diese absolvierten einen solchen, viel umfangreicheren Kurs in Benimmregeln.
Immer Blickkontakt zum Servicepersonal bei Wünschen halten, benutztes
Besteck nicht auf die Tischdecke zurücklegen und Händewaschen vor dem
Essen- solche Grundsätze lernten die Kinder an diesem Tag kennen.
Zunächst aber marschiert die Gruppe zu Fuß von Hesselbach in den etwa
zwei Kilometer entfernten Weiler Ottenhausen. Während der Wanderung
stimmt Claudia Scheuring die Kinder mit Fragen und Antworten rund ums
Essen und Servieren auf den Tag ein. Anhand eines großen Plakates
erläutert sie in der Tannenberghütte, wie Teller, Glas und das für das
heutige Drei-Gänge-Menü notwendige Besteck auf dem Tisch gelegt werden
müssen. Denn die Tische decken die Kinder selbst ein.
Zuerst aber dürfen die Kids mit Blumen, Vasen, Perlen, Schmucksteinen
und Kerzen die mit weißen Tischdecken belegten Tische schmücken. Auch
Schwimmkerzen zeigt Scheuring den Kindern. Seerose, Bischofsmütze,
Lilie und Fächer – voller Eifer falten die Kinder, auch die drei
Jungen, Servietten, von denen sie einige Exemplare mit nach Hause
nehmen dürfen. „Nicht als Lätzchen hin binden und nicht zum Nasenputzen
verwenden“, die Servietten sind nur dazu bestimmt, Mund und Hände beim
Essen zu säubern, kommt die Anweisung von Claudia Scheuring, die selbst
die Haushaltungsschule absolviert hat.
Herr Müller, Fräulein Metz und Fräulein Porrmann bekommen
Grießnockerlsuppe, bei Spaghetti Napoli und beim Nachtisch lernen die
Kinder Regeln, wie man sich am Buffet verhält. „Teller nicht zu voll
laden, erst mal schauen, wie es schmeckt und dann nachholen“, hören sie
von Claudia Scheuring. Sie wird beim Kochen unterstützt von ihrer
Freundin Elke Demuth. Die Töchter der beiden sind noch als
Betreuerinnen für die Kinder mit, sodass die Rasselbande immer gut mit
Essen und Trinken versorgt ist. Denn die Wanderung hat die Kinder sehr
hungrig gemacht und viele meinen wie Kristin Kamusin: „Das warme
Mittagessen ist schön“. Und tatsächlich war auf den T-Shirts kein
Klecks zu entdecken, als die Eltern sie am Nachmittag wieder nach Hause
holten.
Text und Foto: Rita Steger-Frühwacht
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