Spaghetti ohne Tücken

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Dienstag, 16. Februar 2010

Active Image Keine Angst mehr vor einem Restaurantbesuch haben die Kids, die beim Ferienspaß der Eigenheimer Hesselbach einen vierstündigen Minikurs für Benimmregeln beim Essen erlernten.

„Nicht wie bei Hofe“, lächelt Claudia Scheuring, die Organisatorin, sollten die Kinder sich fühlen. Ihr ging es darum, Grundkenntnisse über Tischsitten zu vermitteln. Die Idee zu einem solchen Ferienspaßangebot kam ihr bei einem Fernsehbericht über „Kinder aus besserem Hause“. Diese absolvierten einen solchen, viel umfangreicheren Kurs in Benimmregeln.

Immer Blickkontakt zum Servicepersonal bei Wünschen halten, benutztes Besteck nicht auf die Tischdecke zurücklegen und Händewaschen vor dem Essen- solche Grundsätze lernten die Kinder an diesem Tag kennen.

Zunächst aber marschiert die Gruppe zu Fuß von Hesselbach in den etwa zwei Kilometer entfernten Weiler Ottenhausen. Während der Wanderung stimmt Claudia Scheuring die Kinder mit Fragen und Antworten rund ums Essen und Servieren auf den Tag ein. Anhand eines großen Plakates erläutert sie in der Tannenberghütte, wie Teller, Glas und das für das heutige Drei-Gänge-Menü notwendige Besteck auf dem Tisch gelegt werden müssen. Denn die Tische decken die Kinder selbst ein.

Zuerst aber dürfen die Kids mit Blumen, Vasen, Perlen, Schmucksteinen und Kerzen die mit weißen Tischdecken belegten Tische schmücken. Auch Schwimmkerzen zeigt Scheuring den Kindern. Seerose, Bischofsmütze, Lilie und Fächer – voller Eifer falten die Kinder, auch die drei Jungen, Servietten, von denen sie einige Exemplare mit nach Hause nehmen dürfen. „Nicht als Lätzchen hin binden und nicht zum Nasenputzen verwenden“, die Servietten sind nur dazu bestimmt, Mund und Hände beim Essen zu säubern, kommt die Anweisung von Claudia Scheuring, die selbst die Haushaltungsschule absolviert hat.

Herr Müller, Fräulein Metz und Fräulein Porrmann bekommen Grießnockerlsuppe, bei Spaghetti Napoli und beim Nachtisch lernen die Kinder Regeln, wie man sich am Buffet verhält. „Teller nicht zu voll laden, erst mal schauen, wie es schmeckt und dann nachholen“, hören sie von Claudia Scheuring. Sie wird beim Kochen unterstützt von ihrer Freundin Elke Demuth. Die Töchter der beiden sind noch als Betreuerinnen für die Kinder mit, sodass die Rasselbande immer gut mit Essen und Trinken versorgt ist. Denn die Wanderung hat die Kinder sehr hungrig gemacht und viele meinen wie Kristin Kamusin: „Das warme Mittagessen ist schön“. Und tatsächlich war auf den T-Shirts kein Klecks zu entdecken, als die Eltern sie am Nachmittag wieder nach Hause holten.

Text und Foto: Rita Steger-Frühwacht
 

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