Mit kullernden Orangen in die Lesenacht
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Donnerstag, 15. April 2010 |
 Viel Andrang bei der Lesenacht der Kolpingjugend
In jeder Ecke der Gemeindebibliothek stabelten sich Schlaf- und
Rucksäcke, erwartungsvoll funkelten die Augen der Kinder und so manche
mussten die Anspannung auch mal lautstärker loswerden. Die Rede ist von
der zweiten Lesenacht der Kolpingjugend, die bei den Kindern der
Marktgemeinde super ankam. Die Kolpingjugend von Stadtlauringen hat sich
mächtig ins Zeug gelegt und mit vielen Aktionen die Lesenacht in
Stadtlauringen organisiert. Besonders belohnt wurden die Jugendlichen
für ihr Engagement durch die vielen Anmeldungen für die Lesenacht. 50
Kinder aus allen Gemeindeteilen fanden sich gegen Abend in der
Gemeindebibliothek ein, um an der Lesenacht teilzunehmen. „Wir hatten
noch mehr Anmeldungen, konnten aber leider nicht mehr als 50 Kinder
annehmen“, erklärt Claudia Hümpfner, die die Kolpingjugend
organisatorisch unterstützte und deren Ideenreichtum in Bezug auf die
Aktionen lobte.
Da die Farbe Orange eng mit dem Kolping verbunden ist, kullerten gleich
zu Beginn mehrere Orangen durch den großen Saal im Obergeschoss, die
sich die Kinder der dritten bis siebten Klassen zurollten.
Kennenlernspiele, Schatzsuche, Rätsel, Basteln, Malen und ein
gemeinsamer Imbiss, den die Kinder selbst zubereiteten sorgten für
lebendiges Treiben und Kurzweil in den Räumen der Bibliothek. Natürlich
durfte das Lesen bei einer Lesenacht nicht zu kurz kommen. Die
Jugendlichen der Kolpingjugend boten gemeinsam mit der Leiterin der
Bibliothek, Margit Pastuschka, viele Lesegruppen an. Die wilden Hühner,
Pferdegeschichten, Krimis, Abenteuer- und Gruselgeschichten, sowie
Geschichten von Michel aus Löneberga konnten sich die Kinder vorlesen
lassen. Und später am Abend wurden auch noch verfilmte Kinderbücher wie
der Pferdefilm „Hände weg von Mississippi“ und der Ritterfilm „Der Brief
für den König“ vorgeführt. Dazu knapperten die Kinder fleißig Popkorn.
 Obwohl ab 1.00 Uhr die Nachtruhe angesagt war, geisterten die letzten
bis in die frühen Morgenstunden durch die Bibliothek, während die ersten
Lesenachtteilnehmer bereits um halb sieben aufstanden, um das
gemeinsame Frühstück ja nicht zu verpassen. Dass die Kinder die
Lesenacht einfach klasse finden, bewiesen sie gleich zu Beginn. Bei den
Kennenlernspielen sollten diejenigen, die die Lesenacht für eine gute
Idee halten, in eine orange markierte Ecke gehen. Begeistert stürmten
alle Kinder die Ecke und machten damit deutlich, dass die Kolpingjugend
mit solchen Aktionen den Nachwuchs begeistern kann.
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