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Aufhören denkt der 65jährige lange nicht. Trotz seines Erfolgs ist er
bescheiden geblieben, laute Töne liegen ihm fern. Er lebt mit seiner
Frau „am Höllenbach“, so heißt die Straße am Üchtelhäuser Waldrand – im
Einklang mit der Natur und sich selbst.Zum Werk
Peter Vollert ist ein aufmerksamer Beobachter der Schöpfung. Präzise betrachtete Szenen bringt er geistreich auf den Punkt bzw. auf eindeutige Formen und klare Linien. Das Ergebnis seines Schaffens soll für jeden verständlich sein, ist deutlich in der Aussage und dabei voller Harmonie. Seine feinfühlige Oberflächengestaltung zeigt einen emotionalen Ausdruck, der seinen Figuren Wahrhaftigkeit und Eleganz verleiht. Künstler und Werk bilden hier tatsächlich eine untrennbare Einheit.
Vollerts Werk steht zugleich für große Kontinuität wie für unübersehbare künstlerische Entwicklung. Trotz einer seit Jahren unverwechselbaren künstlerischen Handschrift lassen sich in neuerer Zeit behutsame Veränderungen weg von der Abstraktion zugunsten von weicheren, lebenswärmeren Formen beobachten.
Die Bandbreite seines Schaffens zeigt sich nicht nur in der Art der
gestalterischen Auseinandersetzung, sondern auch in den verwendeten
Materialien: Schon während seiner Lehrzeit zum Steinbildhauer in
Freiburg ließ sich Vollert auch in der Gestaltung der Materialien Holz
und Metall schulen. Heute wechselt er souverän zwischen Bronze und Stein
und verwendet, wann immer er kann, einheimische Gesteinssorten.
Angefangen hatte alles mit Wachs und Ton, aus denen Peter als Kind die
Helden seiner Lieblingsbücher von Karl May „zum Leben erweckte“.
Inspirieren ließ er sich auch von den Tieren des großväterlichen
Bauernhofs: An Kühen, Schweinen und Pferden übte sich der Junge darin,
die Körper anatomisch genau nachzumodellieren. Tiere sind bis heute
seine Leidenschaft geblieben.
Neujahrsplaketten
Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Neujahrsplaketten des
Üchtelhäuser Bildhauers. Die alljährlich erscheinenden Kleinplastiken
waren vor mehr als 25 Jahren zunächst nur für Familienmitglieder und
Freunde als Neujahrsgruß gedacht. Mittlerweile haben die Stücke aus
Bronze, die auch in Terrakotta abgeformt werden, einen breiten
Abnehmerkreis gefunden. Auf ihnen ist in jeweils etwa 10 x 10 cm die
ganze Bandbreite von Vollerts Themen vertreten: Mal zeigen sie Heilige,
mal Tiere oder auch biografische Bezüge. Keine der Plastiken entstand
als Auftragsarbeit, jede einzelne vermittelt Vollerts Botschaft zum
Jahreswechsel, mit der er entweder das alte Jahr verabschiedet oder das
kommende begrüßt. Ganz auf seine Weise, mit der er zum Innehalten und
Nachdenken anregen möchte.
Text und Foto: Sarah Ledermann
Text und Foto: Sarah Ledermann
Porträt: privat












Peter Vollert. Ein Name, der weit über die Grenzen Üchtelhausens bekannt ist. Seine eindrucksvollen Großplastiken zieren zahlreiche Brunnen, Bildstöcke und Flurdenkmäler – nicht nur in Unterfranken. Ideenreichtum und Einfühlungsvermögen zeigen sich auch in seinen Skulpturen, Grabzeichen und Tierplastiken für private Auftraggeber.






