Beinwell in der Kräuterküche
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In unserer Heimat ist er fast überall anzutreffen, der Beinwell. Er
wächst an Gräben, Bachufern und in feuchten Wiesen. In und um Sulzdorf
habe ich meistens nur weißlich-gelb blühende Exemplare gefunden, doch
häufig blüht er auch violett-blau. Der Beinwell trägt den lateinischen
Namen Symphytum officinale, wobei das officinale darauf hinweist, dass
es sich um eine Heilpflanze von Rang und Namen handelt. Medizinisch
verwendet wird hauptsächlich die Wurzel, sie enthält sehr viel
Kieselsäure und vor allem Allantoin, was ihn zu einer hervorragenden
Wundheilpflanze macht. Beinwellwurzelextrakt ist der Hauptbestandteil
der bekannten Kytta Salbe, die bei Prellungen, Zerrungen, Quetschungen
und Verstauchungen eingesetzt wird.
Doch auch in der Küche ist er als gesundes Gemüse zu verwenden. Die jungen, zarten Blätter können wie Spinat zubereitet werden. Eine ganz besondere Leckerei und exklusive Vorspeise sind in Bierteig ausgebackene junge Beinwellblätter.
Beinwellschmaus
Zutaten:
Zirka 2 bis 3 junge
Beinwellblätter pro Person
Teig:
200g Weizenvollkornmehl,
1 TL Salz,
2 Eier
4 EL Olivenöl,
1/4 l Bier
Zubereitung:
Mehl, Salz, Eigelb und Öl in einer Schüssel vermischen. Bier nach und nach zugeben und so lange schlagen, bis der Teig glatt ist. Die Mischung 1 Stunde stehen lassen. Das Eiweiß ganz steif schlagen und unter den Teig heben. Die Blätter in den Teig tauchen und in Kokosfett schwimmend herausbacken. Fertig ist eine pikante Vorspeise.
Gudrun Zimmermann
Sulzdorf
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