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Dienstag, 18. November 2008 |
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oder wie die Franken sagen: die Hiffe
Leuchtend rot erfreuen sie unsere Augen beim Herbstspaziergang. Herbststräußen und Kränzen verleihen sie einen dekorativen, kräftigen Farbklecks und noch im tiefsten Winter ist ihr Anblick eine erfreuliche Abwechslung im tristen Grau. Zur Faschingszeit steht dann auch wieder vermehrt Hiffenmark in den Regalen der Lebensmittelmärkte, denn bei uns in Franken ist es die traditionelle Füllung für den Faschingskrapfen. Bei meinem letzten Sonntagsspaziergang konnte ich nicht umhin und musste einfach anfangen, sie zu pflücken und einen kleinen Beutel voll mit nach Hause nehmen. Dabei ist es schon ein paar Jahre her, dass ich das letzte mal Hiffenmarmelade selbst gemacht habe, doch das wird wohl mit ein Grund gewesen sein, dass ich so beherzt gesammelt habe. Ich hatte schon wieder vergessen, wie zeitintensiv die Zubereitung ist.
Zuerst wird Stiel und Blütenansatz entfernt, dann kurz abgebraust und
die Früchte halbiert, die Härchen und Kerne werden ausgekratzt
(empfindliche Menschen tun das möglichst mit Handschuhen, da die
Härchen Juckreiz verursachen) und nochmal waschen. Die getrockneten
Kerne sollten für Tee auf - bewahrt werden. In einem Topf mit Wasser
bedeckt lässt man die Hagebuttenfrüchte einen Tag stehen und kocht sie
danach etwa 30 Minuten. Sie werden dann durch ein Sieb gestrichen oder
mit dem Mixer püriert. Das Mus wird mit der gleichen Menge Zucker unter
Rühren noch einmal aufgekocht, in saubere Gläser gefüllt und verschlossen. Mein Montagvormittag war auf jeden Fall ausgefüllt.
 Gesundheitlich hat uns die Hagebutte gerade jetzt in der unwirt lichen,
kühlnassen Übergangszeit eine Menge zu bieten. Sie ist eine echte
Vitamin C Bombe aus der Natur. Hagebuttenschalen und Kerne sind
Bestandteil von Erkältungstees,kombiniert mit Lindenblüten ergibt das
einen wohlschmeckenden Tee, der vor allen Dingen auch vorbeugend
getrunken werden sollte. Neuere Forschungen bestätigen der Hagebutte
auch eine gute Wirksamkeit bei Arthrose, was auf dem Wirkstoff Lycopin
beruht. Lycopin ist vor allem auch in Tomaten enthalten und ist die
Grundlage von Carotin.
Auch an Weihnachten wird meine Mühe noch belohnt werden, wenn mich die
Hiffenmarmelade von meinen Plätzchen anlacht und meinen Gaumen kitzelt.
Ob sie bis Fasching für die Krapfen reicht, wage ich zu bezweifeln.
Dafür gibt es ja Gott sei Dank in Franken die Mainfrucht.
Gudrun Zimmermann
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 6. Juli 2009 )
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