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Hopfen mal auf dem Teller und nicht im Maßkrug. Als Zutat beim Bierbrauen ist der Hopfen fast jedem bekannt, als wohlschmeckendes Gemüse ist er noch eine Rarität. Dabei wächst er auch im Schweinfurter Oberland sehr häufig und zwar als Wildpflanze. Man findet ihn vorwiegend an Bachläufen und an Waldrändern, er liebt die Feuchtigkeit und ist ein ausgezeichneter Kletterer, der sich bis zu 7 Meter hochrankt. Am auffallendsten ist er im frühen Herbst wenn die weiblichen Blütenstände zu attraktiven Hopfendolden ausgereift sind. Er wird seit frühester Zeit von den Menschen genutzt und zwar nicht nur zum Bierbrauen sondern auch medizinisch. Er besitzt Inhaltsstoffe die sich beruhigend auf das Zentralnervensystem auswirken und eignet sich deshalb vor allem bei Schlafstörungen. Sollte er diese Wirkung wohl auch im Bier erzeugen? Eine echte Delikatesse sind die jungen Hopfensprossen auf jeden Fall im Frühling. Bei einem gemütlichen Frühlingsspaziergang am Bach entlang kann man die jungen Sprossen sammeln und dann eine köstliche Hopfensprossensuppe zubereiten.

Seinen Standort findet man ganz leicht, wenn man nach den Ranken vom Vorjahr schaut. Dort wo er sich schon viele Jahre zuvor empor gearbeitet hat, da sprießt er auch diesen Frühling wieder. Im April muss man ihm auch noch nicht hinterher klettern sondern kann ihn ganz gemütlich am Boden pflücken. Geerntet wird der Spross mit einer maximalen Länge von 15 Zentimetern und dann nach folgendem Rezept zubereitet:
 
Hopfencremesuppe
Zutaten:
(für 4 bis 6 Personen)
ca 300 Gramm Hopfensprossen
3/4 Liter Gemüsebrühe
1/4 Liter Milch
2 Esslöffel Butter
2 Esslöffel Mehl
2 Esslöffel Weißwein
2 Eigelb
1/8 Liter Sahne
1 Prise Zucker
Salz
Weißer Pfeffer
 
Zubereitung:
Hopfen gut waschen, die Spitzen drei Zentimeter lang abschneiden und beiseite legen. Die Hopfentriebe klein schneiden, in der Suppe 15 Minuten weich kochen, dann passieren. Aus Mehl und Butter eine leichte Mehlschwitze (Einbrenne) bereiten, mit kalter Milch aufgießen, glatt rühren, die Suppe mit den pürierten Hopfentrieben sowie Wein und Zucker hinzufügen. Wenn die Suppe wieder kocht, die Hopfenspitzen zugeben und köcheln lassen, bis diese weich sind. Das Ganze vom Herd nehmen, mit der Mischung aus Eigelben und Sahne legieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
 
Mit einer solchen Suppe kann man besonders bei Gästen punkten, sie schmeckt mild und doch aromatisch, ist ganz und gar nicht alltäglich und dabei auch noch sehr gesund.
 
Text: Gudrun Zimmermann

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