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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – Auf dem Marktplatz leuchtet ein gewaltiger Weihnachtsbaum, die Straßen sind geschmückt mit Girlanden und Figuren aus Lichtern, in den Geschäften funkeln Millionen von Lichtern, immer mehr Vorgärten werden zu Kunstwerken aus Lichterketten.
Lohnt es sich da, von vier Kerzen auf einem grünen Kranz zu reden?
Vor 165 Jahren – der erste Adventskranz
Den Adventskranz gab es nur in einem Haus auf der ganzen Welt: Johann Hinrich Wichern, ein Erzieher für schwer erziehbare Jungs, hatte es eingeführt, um den Jungs in seinem »Rauhen Haus« in Hamburg zu einer Weihnachtsstimmung zu verhelfen. Das hat sich bewährt, es wurde zum festen Brauch. Es waren zuerst 23 Kerzen – 19 kleine und vier große, die standen auf einem Holzring, und
jeden Abend im Dezember wurde zusätzlich eine angesteckt. Bald wurde der Holzring mit Tannenzweigen geschmückt – und so entstand der Adventskranz.
»Adventus« das heißt »Ankunft«. Der Advent ist viel älter als der Adventskranz – schon vor über 1500 Jahren wurde eine Fastenzeit eingeführt, 40 Tage vor Epiphanias, dem 6. Januar, denn am 6. 1. war zuerst das Weihnachtsfest. Als dann Weihnachten auf den Tag der Wintersonnenwende gelegt wurde, blieb unsere heutige Adventszeit übrig und aus dem Ernst des Fastens wurde die wachsende Vorfreude auf das Fest.

Jetzt habt ihr bestimmt auch Lust bekommen, einen Adventskranz selber zu gestalten. Ich habe hier eine einfache Anleitung für einen Adventskranz, aber ihr solltet trotzdem Mama oder Papa fragen, ob sie euch helfen würden.

Materialliste
• Ein Styroporkranz (erhältlich in Bastelläden in verschiedenen Größen)
• Verschiedene Tannenzweige (auch die mit Beeren, aber die Beeren nicht essen)
• Eine Spule (grüner) Draht
• Gartenschere
• Schuhkarton
• 4 Kerzenhalter und 4 Kerzen (keine Teelichter!)
• 1 Heißklebepistole
 
Als erstes geht ihr mit einer Gartenschere und dem Schuhkarton auf Suche nach schönen Tannenzweigen, Tannenzapfen und Sonstigem, was ihr auf eurem Adventskranz möchtet. Sammelt gleich ein bis zwei Schuhkartons voll, denn auf einen Adventskranz passen ziemlich viele Naturmaterialien.

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr den Kranz im Voraus mit grüner Fingerfarbe anmalen oder mit einem grünen Krepppapier umwickeln, damit ihr am Ende wirklich kein Styropor mehr seht. Spätestens jetzt braucht ihr jemanden, der euch hilft, denn einen Adventkranz zu binden geht alleine ziemlich schwer. Nehmt den Styroporkranz und fangt immer im inneren Kreis an, legt etwas Tannenzweige oder was ihr möchtet darauf und fädelt mit dem Draht zwei- bis dreimal um den Styroporkranz herum. Danach legt ihr einen Tannenzweig in die Mitte, bindet erneut Draht darum und zu guter Letzt passiert dasselbe oben an der Stelle, an der der Ring am Größten ist. Das macht ihr reihum bis kein Styropor mehr zu sehen ist.
Wenn ihr fertig seid, wickelt ihr noch einmal Draht um den ganzen Styroporkranz, damit die Zweige wirklich fest sind. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

Kranz zum Aufhängen
Am oberen Ende wickelt ihr wieder Draht zu einem kleinen Haken, damit ihr den Kranz aufhängen könnt. Hierzu könnt ihr allerdings auch ein Stück Schnur nehmen, wenn der Kranz nicht zu schwer ist.

Kranz mit Kerzen
Klebt gemeinsam mit eueren Eltern die Kerzenhalter mit der Heißklebepistole auf den Adventskranz.
Da könnt ihr die Kerzen dann hinein stellen, sobald die Kerzenhalter festgemacht wurden.
Vorsicht – Niemals alleine die Kerzen anzünden. Und lass die Kerzen nie brennen, wenn keiner im Zimmer ist!

Viel Freude beim Basteln wünschen euch
Julia Boswell und Volker Elsner

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