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Zu Gast bei Rudi Regenwurm und seinen Freunde im „Erdreich“ waren knapp 20 Kinder bei der Ferienspaßaktion mit der Naturpädagogin Reinhilde Hefter. Eingeladen hatte dazu der CSU-Ortsverband unter dem Motto „Mutter Natur“. Die Kids machen sich mit ihren Betreuern auf in die nahe am Dorf gelegene Waldabteilung „Eichholz“. „Wir legen einen Weg vom grünen Blatt zum humusreichen Waldboden“, kündigt Reinhilde Hefter an.

Erde fühlen und mit den Händen bearbeiten, diese Erfahrung konnten die Kinder beim Gestalten mit Ton machen. Mit im Bild die Betreuer Ignaz Hepp (links) und Engelbrecht Heppt.


Die Kinder schwirren aus, um ganz unterschiedliche Blätter zusammen zu tragen. Grüne, gelbe, rotbraune, dunkelbraune und auch Blätter, bei denen nur noch das feingliedrige Gerippe zu sehen ist. „Wieder mit der Natur in Verbindung kommen“, dazu soll für Hefter dieses Ferienangebot die Kinder anregen. Diese staunen, als sie erfahren, dass Sonne, Regen Wind und im Winter der Schnee aus den Blättern fruchtbaren Waldboden entstehen lässt.

Aber die Naturpädagogin rückt nun den Rudi Regenwurm und seine Freunde ins Blickfeld der Kinder. Sie erklärt geduldig und dem Alter der Kinder angepasst, dass auch kleine Tiere mit dazu beitragen, wenn aus Pflanzenteilen Humus entsteht. Mit der einem Lupenglas ausgerüstet, suchen die Kinder eifrig den Waldboden nach Regenwürmern, Asseln, Tausendfüsslern, Bodenspinnen, Schnellkäfer und Springschwanz ab. Janina und Lisa haben sogar zwei Nacktschnecken entdeckt.
Ein plötzlich einsetzender heftiger Regenguß lässt die Erlebnistour in den Wald abrupt abbrechen. Muttis werden per Handy angerufen, um die Kinder mit Autos zurück in das Dorf zu bringen.
Wegen des Regens müssen die Workshops von der Pfarrwiese in den Pfarrsaal verlegt werden. Auch dabei geht es um das Thema „Erde“.

„Erst mal fest drauf klopfen, damit die Luft raus geht“, gibt Reinhilde Hefter Tipps für das Verarbeiten der Tonstücke. Phantasievoll gestalten die Kids Figuren aus Ton, der nichts anderes als eine besondere Erde, nämlich Lehm, ist. „Euer Werkstück wird, da es nicht gebrannt wird, im Laufe des Sommers wieder zu Erde“, das können alle erleben, wenn sie ihre Figur in den Garten stellen, erklärt Hefter. Am Nachbartisch im Pfarrheim malen die Kinder mit Erdfarben in den Farbtönen Gelb, Rot, Braun auf einem DIN A 3 großen Blatt Papier, das in einer Plastikhülle gesteckt, als Platzset oder als Schreibtischunterlage zu Hause an diese Ferienspaßaktion erinnert.
Auch der Rudi Regenwurm wird zum Mitnehmen von den Kindern aus bunten Holzperlen und aus kleinen Moosgummischeiben gestaltet.

An diesem Nachmittag malt Reinhilde Hefter auch noch jedem, der möchte, ein Tattoo auf den Oberarm. Selbstverständlich verwendet sie dabei Heilerde. Dass Erde als Heilerde bei gesundheitlichen Beschwerden verwendet wird, weiß keiner von den Kindern. Jetzt meldet sich aber der Betreuer Engelbrecht Heppt zu Wort: „Wir haben früher in Hesselbach an bestimmten Stellen in der Gemarkung Erde gesucht und geholt. Die haben wir in das Futter für die kleinen Schweinchen, wenn sie Durchfall hatten“, erinnert er sich. Da staunen die Kinder.

Text und Foto: Rita Steger-Frühwacht

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