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Active Image Viele kennen Petra Eisend als kraftvolle, beeindruckende Musikerin unserer Region. Im Fährhaus, ihrem Atelier in Schonungen, entsteht jedoch weit mehr, über das es zu berichten lohnt…

Petra Eisend
Musikerin, Sozialpädagogin, Percussion-Lehrerin Zunächst einmal ist Petra Eisend Percussionistin. In der Musik gilt die Percussion als Oberbegriff für das Spiel aller Instrumentenarten aus dem Bereich der Schlag- und Effektinstrumente. Vereinfacht formuliert: Petra Eisend trommelt. Und das schon seit mehr als 20 Jahren. Als Solistin hat sie 2004 ihre erste CD veröffentlicht, ihre Hauptinstrumente sind die Congas und die Djembé. Darüber hinaus spielt sie auch in Bands verschiedener Stilrichtungen, die zum Beispiel Latin-, Pop- oder Jazz-Arrangements präsentieren. Eine fast ebenso lange Erfahrung wie als Musikerin hat Petra Eisend in Unterrichtspraxis, das heißt im Bereich der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung.
Als Percussion- Lehrerin bietet die Diplom-Sozialpädagogin allen Interessierten Workshops oder fortlaufenden Gruppen- sowie Einzelunterricht, je nach Wunsch mit Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der musikalischen oder der sozialen Kompetenz. In Planung ist derzeit eine Trommelgruppe für Kinder, eine Schule des Rhythmus, die in Schonungen im Fährhaus angeboten werden soll.


Auf der Suche nach dem eigenen Weg
Im Rahmen ihres Sozialpädagogik- Studiums in Bamberg stieg Petra Eisend Anfang der 80er Jahre in die Welt des Rhythmus ein. Über ein Percussion-Seminar entdeckte sie ihre Leidenschaft für die afro-kubanische Kultur und ihre Musik, die sie unter anderem zu einer Ausbildung an der ISP, der International School of Percussion in München führte. Ihre Kenntnisse vertiefte sie in verschiedenen Workshops, Privatunterricht und durch Studienaufenthalte in Afrika. Neben der Stimme ist die Trommel für Petra Eisend das „direkteste“ Instrument. Die Percussion gilt als die urtümlichste Form des Musizierens, fordert alle Energie, verlangt vollen Einsatz. Den Klang mit den eigenen Händen unmittelbar am Fell zu erzeugen, ist für Eisend ein sehr körperbetontes Gefühl. Dass sie sich diesem Gefühl ganz hingibt, spürt der Zuhörer ihrer Musik. Ihr filigranes Handspiel reicht von meditativen Klangbildern und melodiösen Rhtyhmusgeflechten bis hin zu vielschichtigen, kraftvollen Beats.

Petra Eisends Anliegen ist es, der außergewöhnlichen afro-kubanischen Musikkultur den verdienten Respekt zu verschaffen. Die vielen komplexen musikalische Stile werden hierzulande oft verkannt, weil uns schlicht „die Ohren dafür fehlen“. Deutschland ist laut Eisend das Land der Harmoniker, nicht der Rhythmiker, deshalb fällt es uns schwer, die musikalischen Ordnungsprinzipien dieser Musik nachzuvollziehen. Petra Eisend hat ihre Hörwahrnehmung offensichtlich erfolgreich geschult und in ihre eigene musikalische Sprache umgesetzt, überzeugen kann man sich davon z.B. auf ihrer CD „Handmade“. Feinfühlig und voller Achtung vor der Kultur interpretiert sie hier die afro-amerikanischen Rhythmen. An dem enormen Klangspektrum, so die Kritiker, an der großen Tiefe und Klangfülle ihres Trommelspiels sei zu hören, dass sich die Percussionistin lange und ausführlich mit dieser Musik und ihren Lehrmeistern auseinandergesetzt hat, bevor sie den Schritt zur eigenen Handschrift gewagt hat.

Neugierig? Überzeugen Sie sich selbst: Zum Beispiel am 7. Juli 2006, da präsentiert Petra Eisend im Rahmen der Kulturwoche Grafenrheinfeld Nelson Mandelas schönste Märchen. Und zwar in einer einmaligen Kombination aus Musik und Lesung, zusammen mit Jan Burdinski, dem Leiter des fränkischen Theatersommers.

Weitere Termine gibt es unter www.drum-experience.de Wer Interesse an einem Weg zu mehr musikalischer und sozialer Kompetenz hat, der kann sich auch unter (0 97 21) 75 00 03 mit Petra Eisend, Fährhaus 4, in Schonungen in Verbindung setzen.

Text: Sarah Ledermann
Pressefoto

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