Info-Portal für das Schweinfurter Oberland: Schonungen – Üchtelhausen – Stadtlauringen – Thundorf – Maßbach und angrenzende Gebiete

29. Juno 08 - 9.00 Uhr - Sonneschain und a frischs Lüfdlä is gangä. Pünkdlich konnd mer unner „völkerverbindende Radtour" start. Von Poppenhausen im schönnä Oberen Werntal, quer durch die Schweinfurter Rhön, zum Ellertshäuser See im Schweinfurter Oberland. Mia haddn rund 60 km und 790 Höhenmeter vor uns. – Doch des woa warrlich ke Brobleem! Haddn mia doch än subba Drubb bainanner, die sinn gfoarn wie die Henkär! Aa unner Mann aus Zeil, der uns erklärt hat er sei scho Rentner, war technisch und konditionell echt subba! So ham mia recht züchich Hain und Holzhausen links liechn glassn, um bei Hambach unner Wissen übär des Dorf als Radrenn-Hochburg raus zu lassn. Unner Leut woarn ned nua schbordlich guad drauf – nä, die ham a beim „Kulturelln" die Oarn gschbitzt!

– Ä subba Drubb –


Aa beim Zeller Staudamm, mit Bau, Funktion und Gschichdlich dazu, woarn se voll dabai! – Dann der Berch zwischn Zell und Üchtelschtücht (Üchtelhausen), deär konnd kenn von uns zum Abschdeichn zwing!

– Ä subba Drubb –

Weider gings durch die SW-Rhön, aa genannt Hesselbacher Waldland.                              
Wos über Bsonderheidn der Natua (wie Klima, Naturdenkmal, usw.) einiches zu erzääln gäm had! – Aa über den „Schloch Mensch" der da lebbd, der a ganz a guade Seel is, abba zum Rebelln wird, wenn’s um sei Viehwaach ged!!! Da woarn mia uns mid unnere Gäst einich, so a historische Viehwaach, die quasi ihr Geschichdn gschriebm had, is als kulturelles Erbe zu bedrachdn! – Kurzerhand erklärdn mia die Viehwaach zum „Kulturdenkmal" Ebertshausen zum „Kulturschutzgebiet"!!!

– Ä subba Drubb – 

Nach soviel Schpord mid Kuldua verknüpfd, hadn mia uns in Reichmannshausen unner Middachessn verdiend! Beim Hirschkopf im Biergaddn kond mer uns von die Schdrapazn erhol, derweil mei Kolechin, die Jutta Paralleln zwischn Bad Kissingen und Reichmannshausen gezochn hat. Des Dörflä war nämmlich ma a Luftkurort, wo rechd fürname Leut verkeerd sinn – Endschbrechende Bildlich ham mia uns dazu angeguckd! – Bisses Essn kam – hm – Schäufeli und so manch annere leggere fränkische Hausmannskost! Da ham mia ordendlich was gessn, und uns guad underhaldn.

– Ä subba Drubb –

Absolud sadd und guader Dinge sinn mia so umma zwäa am Ellertshäuser See aakommä. Die Entstehungsgeschichte vom See had dann so Manchn überraschd. Für Mystiker gabs Ellertshausens Geschichte und Legende. Für Naturliebhaber die schützenswerten Uferzonen und die Renaturierung vom Sauerquellenbach! Uuund für die Techniker kam dann Herr Schneider vom Wasserwirtschaftsamt mit ner Dammbegehung und Erkundung der Technik im Inneren des Staudammes!

So war für alle was dabei, sie ham mit geschärftn Sinnen genossn!

– Ä subba Drubb –

Hämwärds dann ham mia alle noch a mal ordendlich neigedrädn, ham logger zwä Mountainbiker im Berch überhold und blooß a „bissle" gschwitzt dabei. Zwischen Weipoltshausen und Zell, als mir ins Tal nunnergschossn sinn, is uns zur Belohnung der Fahrtwind um die Nasn gweht!                                                                                              
Den letztn Hüchl nach Hammich (Hambach), bei denä Reiterhöf sinn mia tapfär naufgschtrambelt! Komme zwä Reiterinnen des Weches, sächt die eenä prompt zu uns: „Also ich sitze hier oben toootaaal entspannt!!!" – Erwiedert mei eenär Gast, der mit der Bullnmast: „Wenn ich auf meim Bulldog sitzaa!!!

– Ä subba Drubb –         

Der letzte Anlaufpunkt: die Wüstung Asbach, von dort aus faszinierender Weitblick von der Rhön bis zum Steigerwald!  – Kam doch von eben dem selben netten Gast: „Is net schlecht, a Cola-Asbach wär mir jetzt recht!" Die trockene Sprüch, was ham mia gelachd!

– Ä subba Drubb –

Von nun an gings nur noch berchab, übers schönne Maibachtal warn mia ruckzuck wiedär in Poppenhausen zurück. Ankunft: immer noch 29. Juno - 18.30 Uhr – Sonneschain – die Frisur sitzt nix mer – abba glücklich sinn mer alle über die gemeinsam erlebten Stunden – Ma siehts am Bild

– Danke, ihr wart – ä subba Drubb!!!

Text und Foto: Margit Markert

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