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Mit Schlagfertigkeit und Witz führte Sitzungspräsident Alexander Nicklaus durchs Programm und die Faschingsabteilung des Sportvereins Blau-Weiß, die das Sportheim in der fünften Jahreszeit wieder zu einer Faschingshochburg umfunktioniert hatte, bot ein echtes Gaudi-Feuerwerk.

Das Beste kam zum Schluss: Die Showtanzgruppe führte die Zuschauer mit einer Städtereise, die am Schweinfurter Hauptbahnhof begann, nach Hamburg (Matrosenmarsch), Leipzig (Gothic), Berlin (HipHop/Breakdance), Frankfurt (Stepptanz) und wieder zurück nach Schweinfurt, wo der Schaffner die 14 Tänzerinnen just zum Ende der Nachtschicht aussteigen ließ. Passend zur Stadt Schweinfurt, die von der Industrie dominiert wird, fegten die Mitglieder der Ü30/Ü40-Gymnastikgruppe im Blaumann über die Bühne.

Ihr Talent zeigte die Purzelgarde beim Showtanz zu Hänsel und Gretel, bei dem nach viel Akrobatik die Hexe im Ofen landete. Mit dem flotten Marschtanz „Carneval“ eröffneten die Gardemädchen schwungvoll die Sitzung. Drei Tanzpaare entführten das Publikum mit ihrem temperamentvollen Showtanz in das Musical „Die drei Musketiere“ und das Männerballett, in Tüllröckchen gehüllt, erntete Beifallsstürme für den grazilen Showtanz „Schwanensee“ zur Musik von Tschaikowsky.

„Wir dürfen des, wir sind katholisch, unser Frühschoppen ist alkoholisch“ reimten die Schelln-Bubn, die das Dorfgeschehen und die hohe Politik aufs Korn nahmen. Sie sahen die Wirtshauskultur vom Rauchverbot, vom Klimawandel und dem Jugendschutzgesetz bedroht. Die Stammgäste bei den Heimspielen des SV Blau-Weiß Löffelsterz bekamen von „Fußballfan“ Moritz Suhl ihr Fett weg. Doch aller Ärger über Spieler, Schiri und die gegnerischen Fans ist vergessen, wenn sich alle beim Freibier treffen.

Vor Lachen bogen sich die Narren, als Pfarrer Andreas Heck und Sigbert Wolf als „Zwei bekloppte Narren“ in die Bütt stiegen. „Die Gemee hat uns verkäfft“, stellten sie in Bezug auf die Wasserversorgung fest. Da das Wasser jetzt teurer kommt, gaben sie amüsante Tipps zum Wassersparen.

Der „Golfer“ (Florian Liszka) hatte die Vereinsmitgliedschaft bei einem Kreuzworträtselwettbewerb des Tagblatts gewonnen und hatte so seine Probleme, der „Postbote“ (Marcus Kohnle) nahm es mit dem Briefgeheimnis nicht so genau und Jürgen Selsam berichtete von seinen Erlebnissen als Bodyguard Silvester Stallone mit Josef Ackermann, Silvio Berlusconi und Kollegen. Daneben plauderte Ortschronist (Johannes Hein) übers Dorfgeschehen, wusste, welche Frau sich in Löffelsterz bei Minus 15 Grad auf den Balkon ausgesperrt hat und welches Ehepaar eine Urlaubsnacht im Auto verbringen musste, weil der Schlüssel für das Ferienhaus verschwunden war.

Text und Foto: Steger-Frühwacht

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