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Stark in Schonunger Familien verwurzelt, aber auch offen für auswärtige Sängerinnen und Sänger, das ist ein Kennzeichen des Gemischten Chors der Freien Turner Schonungen.  Seit letztem Jahr schwingt der Schonunger Peter Näder hier den Dirigentenstock und möchte zusammen mit den Chormitgliedern neue Akzente in der Arbeit setzen.

Allerdings wird das althergebrachte Liedgut weitgehend beibehalten, nur eine Erweiterung des Repertoires um internationale Folklore wird zunächst angestrebt. „Etwas moderner werden“, dieser Wunsch verbindet Chormitglieder und Dirigent.

Näder, Popularmusikbeauftragter des Bezirks Unterfranken, ist es wichtig Lieder auszuwählen, die zum vierstimmig singenden Chor passen, oftmals schreibt er selbst die Arrangements.

Auch der Anlass für einen Auftritt erfordert oft die Einstudierung passender Lied. Sehr vielfältig sind die Veranstaltungen, die der Chor der Freien Turner musikalisch umrahmt. Der Bogen spannt sich von vereinsinternen Weihnachtsfeiern und Jubiläen, über Auftritte bei Gottesdiensten in der katholischen und evangelischen Kirche Schonungens, bei der SPD-Maifeier, dem Konzert Schonunger Frühling bis hin zum Jahresschluss mit der Schonunger Weihnacht. Hinzu kommen Gastauftritte bei befreundeten Vereinen, wenn diese einen Liederabend oder ein Jubiläum ausrichten.

Im 1905 aus der Arbeiterbewegung heraus gegründeten Chor, dem erst kurze Zeit später eine Turnabteilung angegliedert wurde, sangen schon Mitglieder der Eltern- und Großelterngeneration der heutigen Chormitglieder Gregor Mayer, Erich Löhmer und Ruth Bubeck. So war Ruth Bubeck auch mit dabei, als anfangs der fünfziger Jahre unter dem Dirigenten Karl Schöner ein Kinderchor ins Leben gerufen wurde, der mehrere Jahre bestand. Sie und ihre Chorkollegin Herta Hepp sind heute noch zwei Mitglieder, die heute noch zu den aktiven Sängerinnen bei den Freien Turnern zählen.

Aber auch Anja Sieben, 2009 aus Norddeutschland zugezogen, fühlt sich wohl im Chor. „Dass gelegentlich fränkisches Liedgut gesungen wird, macht mir keine Probleme“, fügt sie lachend hinzu. Richard Niklaus aus Reichmannshausen fand hier als Sänger eine neue Heimat, als in den sechziger Jahren – dem Zeittrend entsprechend- sein Gesangsverein, der Reichmannshäuser Männerverein, mangels Mitglieder aufgelöst werden musste.

Nicht ohne Stolz weist Inge Schumann auf Auszeichnung des Chores mit der Zelter Plakette hin, da sogar während der beiden Weltkriege hier eine durchgehende Choraktivität bestand.

Schumann gehört zusammen mit Renate Werb und Berno Werb dem Leitungsgremium des Chores an. Übereinstimmend berichten sie, dass ein Vorsitzender die vielfältigen Aufgaben für einen Chor mit rund 35 Mitgliedern und Mitgliedschaft im Fränkischen Sängerbund nur schwer übernehmen könnte.

Dem Fränkischen Sängerbund anzugehören ist wichtig, erklärt Schumann mit Blick auf die dort angebotenen Weiterbildungen der Mitglieder. Trotz der relativ hohen Mitgliederzahl des Chores hoffen die Sängerinnen und Sänger auf weitere sangesfreudige Zeitgenossen in Schonungen und Umgebung, die jeden Montagabend von 20 Uhr bis 21 Uhr Lust haben, Neues in Punkto Gesang dazu zu lernen. Vergnügen und Spaß ist nicht nur während der Chorprobe garantiert, wenn auch Stimmbildung oder Chorwochenenden der gesanglichen Weiterbildung der Mitglieder dienen. „Aber nach jeder Singstunde besuchen wir das Vereinsheim zum gemütlichen Beisammensein“, versichert Gregor Mayer. „Ein gutes Miteinander im Chor ist wichtig“, betont auch der neue Dirigent, denn er weiß, „wenn die Gruppe gut zusammen passt, ergibt das auch einen guten Klang im Chor!“

Auf dem Bild sehen Sie das Sängerzimmer im Vereinsheim des Freien Turn- und Gesangvereins.
 
Text und Foto: Rita Steger-Frühwacht

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