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Es war schon ein gewaltiges Konzertprogramm das der Musikverein Schonungen heuer auf die Beine gestellt hatte. Erstmalig wurde das Frühjahrskonzert vergangenes Jahr im Kulturraum „Alte Kirche“ anlässlich des 80-jährigen Jubiläums des Vereins dargeboten. „Es war für uns ein voller Erfolg, sodass klar war, dass wir für dieses Jahr eine Fortsetzung einplanen mussten!“, sagt Dirigent Eduard Marpoder. Die letzten Wochen stecken den Schonunger Musikanten noch in den Knochen: Viele Sonderschichten mussten gefahren und ein Probewochenende im Frankenwald abgehalten werden – um sich perfekt vorzubereiten. Doch die Mühen haben sich wahrlich gelohnt: Insgesamt 12 anspruchsvolle Titel hat das Orchester einstudiert. „Wir können uns nur vor den Musikern verneigen!“, lobte Vorsitzender Richard Kraft die Arbeit.

Darunter beispielsweise die „Italienischen Operngala“: Das Medley vereint die bekanntesten Melodien italienischer Komponisten und avancierte sich zu einem Publikumsliebling. Stefan Rottmann moderierte durch das Programm und plauderte zu den jeweiligen Liedstücken aus dem Nähkästchen. Auch bekannte Werke wie der Flieger- oder Florentiner Marsch sorgten für Beifallsstürme. Daneben präsentierte die 22-köpfige Kapelle auch Arrangements der Neuzeit mit den Stücken „Spirit of Youth“, „Young Life“ oder „TV-Time“. Gänsehautgefühl kam bei den Gästen auf, als der Musikverein das Opernlied „Nessun Dorma“ spielte. Vor allem Opernlegende Luciano Pavarotti und in jüngster Vergangenheit Castingwunder Paul Potts verhalfen dem Stück zu großer Berühmtheit. 

Gut zwei Stunden dauerte das Frühjahrskonzert des Musikvereins, zu dem etwa 200 Gäste in die Alte Kirche gekommen sind. Auch 2. Bürgermeister Martin Oßwald zeigte sich überwältigt von den akustischen Hochgenüssen der Kapelle und überbrachte eine kleine Geldspende aus dem Kulturfonds der Gemeinde. Zwei Zugaben musste die Kapelle am Ende für seine Gäste bereithalten. Am Ende aller Darbietungen warb Dirigent Eduard Marpoder nochmal um Musikernachwuchs: „Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir doch eines Tages eine Bläserklasse in Schonungen errichten können!“

Text und Fotos: Stefan Rottmann

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