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Die Zukunft gemeinsam gestalten

Die „Seesterngemeinden“ Altenmünster, Ebertshausen und Reichmannshausen haben viel vor:
Zukunftskonzepte für die Dorfgemeinschaft, pfiffige Ideen für den Tourismus, infrastrukturelle Verbesserungen, eine attraktive Dorf gestaltung … soll sich in den nächsten Jahren in den Gemeinden weiterentwickeln. Bürgerinnen und Bürger können dabei mitmachen und mitbestimmen.

Download: Ausgabe20_OberLand-Kurier_2011.pdf

Und viele wollen das auch. Über 140 Interessierte haben sich in den letzten Monaten in den jeweiligen Arbeitskreisen der der drei Gemeinden tatkräftig eingebracht! Die Umsetzungsphase begann mit einer Auftaktveranstaltung Ende September 2010 zur allgemeinen Information der Bürgerinnen und Bürger in den drei Kommunen sowie zur Motivation, sich in den Prozess aktiv einzubringen. Seitdem treffen sich in regelmäßigen Abständen die jeweiligen Arbeitskreise, um über anstehende Themen zu diskutieren und gemeinsam Lösungsansätzen zu erarbeiten.
So unterschiedlich die Gemeinden in ihrer Struktur zum Teil sind, so ähnlich ergeben sich zum Teil die Themen und Fragen:
- Wie können sich die Gemeinden modernisieren und zugleich das historische Ortsbild erhalten?
- Welche Rolle spielt der Ellertshäuser See für uns?
- Wie können die Gemeinden touristisch attraktiver gestaltet werden?
- Wie können wir mit der demographischen Entwicklung in unserem Ort zukünftig umgehen?
- Wo sind strukturelle Probleme und wie können sie beseitigt werden? ...

Dies ist nur ein Auszug aus den vielfältigen Bereichen, welche sich in den letzten Monat in das Bewusstsein der Arbeitskreisteilnehmer geschlichen haben. Es ist verständlich, dass in einem solchen Diskussionsprozess auch die unterschiedlichsten Meinungen unter einen Hut gebracht werden müssen.

Wie geht’s weiter?

Seitens des Architekturbüros Perleth wurden zwischenzeitlich die sog. Vitalitätschecks zur Dorferneuerung angefertigt. Diese sind notwendig um den Ist-Zustand des Ortes zu kennen und um die Stärken und Schwächen einer Gemeinde festzustellen. Aufgrund von Erfassungen zur Siedlungsstruktur, Bevölkerungsentwicklung, Baulandpolitik, Gewerbe und Versorgungsstruktur erfolgen Bewertungen mit Folgerungen für die Innen entwicklung des Dorfes. Der Bericht ist jetzt die Grundlage für die weiteren Arbeiten in den Arbeitskreisen der Dorferneuerung und im Gemeinderat.

Jetzt die Details
Parallel zu den Treffen und der Erarbeitung
der Vitalitätschecks wurden und werden von den jeweiligen Fachplanern weitere städtebauliche, grünordnerische und denkmalpflegerische Untersuchungen durchgeführt:

Zum Beispiel umfassende Ortsbegehungen

die einen Teil der Grundlage für das spätere Dorferneuerungskonzept bilden. So wurde neben dem baulichen und gestalterischen Zustand der einzelnen Gebäude auch deren städtebauliche Gesamtwirkung untersucht. Gestalterisch zueinander passende Gebäude werden als harmonisch, zu individuell gestaltete Gebäude werden als störend empfunden.

Die Gestaltung der einzelnen

Gebäude wirkt sich im ersten Eindruck nicht so stark auf die Gesamterscheinung aus wie ihre räumliche Struktur. Jedoch fallen Gebäude, welche dem Gesamterscheinungsbild nicht entsprechen, auf. Oftmals werden Gebäude mit stilechten Elementen als schön empfunden, auch wenn der Erhaltungszustand schlecht ist. Die Landschaftsarchitektin Miriam Glanz, Hohenroth, Fachplanerin für Grünordnung und Dorfökologie kann auf Grund des nun endlich vorhandenen notwendigen Vege tationsstadiums der Pflanzen ebenfalls mit ihren Untersuchungen vor Ort beginnen.

Des Weiteren werden vom Büro
Kunst und Denkmalpflege, Bamberg, derzeit die so genannten denkmalpflegerischen Erhebungsbögen angefertigt. In den jeweiligen nächsten Arbeitskreisen werden hierzu die ersten Ergebnisse präsentiert und die Bürgerinnen und Bürger in einer stattfindenden „Fragerunde“ zur Mitarbeit gebeten. Einer der entscheidenden Punkte wird die Erarbeitung gemeinschaftlicher Projekte aller drei Orte im Rahmen eines übergeordneten Arbeitskreises. Hier sollen vor allem die Synergieeffekte See – Dorf – See genutzt werden und die Dörfer untereinander vernetzt werden. Gemeindeübergreifende Projekte sind Grundvoraussetzung zur endgültigen Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm.

Die Zusammenfassung
Anhand der Untersuchungen und anhand der Ergebnisse aus den Arbeitskreisen wird bis Ende November 2011 für die drei Dörfer jeweils ein Entwicklungskonzept für die Zukunft erstellt.

Dieses Dorferneuerungskonzept ist als langfristiger Handlungsrahmen für die künftige Entwicklung der Gemeinden zu betrachten und stellt sowohl für die öffentliche als auch für die private Seite eine Orientierungshilfe für zukünftige Gestaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen dar. Die Umsetzung der Dorferneuerung muss schrittweise vorgehen und langfristig angelegt sein, nicht zuletzt, um die Chance zu haben, ursprüngliche Absichten auch noch mal aufgrund gewonnener Erfahrung überprüfen zu können.

Noch Fragen?

Wollen Sie mehr zu einem dieser Themen wissen,haben Sie Ideen oder Kritik? Wollen Sie an der Erarbeitung der Konzepte mitarbeiten? Gerne stehen die noch stattfindenden Arbeitskreise jedem Interessierten offen. Die Termine hierzu werden

Die Protokolle über die bereits stattgefundenen Arbeitskreise können auf der Internetseite „Oberland-Kurier“ unter Verein und Gruppen/Projektgruppen herunter geladen werden.
- Ein neuer Stern geht auf!
- Pilotprojekt Seestern - Das Schweinfurter OberLand lädt ein
- Projekt Seestern - Erstes Treffen in Ebertshausen
- Es bewegt sich was - Seestern
- Seeleute

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Reichmannshausen
An dieser Stelle sei den Arbeitskreis vorsitzenden und den Protokollführern Frau Achtziger und Herr Böhm aus Altenmünster, Herr Zehner und Herr Müller aus Ebertshausen, Frau und Herr Suhl aus Reichmannshausen – für die gute Zusammenarbeit gedankt. Gerade ihre Unterstützung ermöglicht uns Fachplanern eine angenehme Arbeit und den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort.

Hier gelangen Sie zur 20. Ausgabe des OberLand-Kuriers

Text und Fotos: Archiekturbüro Perleth

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