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Am Sonntag, 29. Mai, ist in Marktsteinach vielleicht zum letzten Mal die Gelegenheit geboten, Zuschauer bei einem Lokalderby zwischen dem FC Bavaria und der DJK zu sein. Denn ab Mitte Juni beginnt schon das gemeinsame Training der Fußballer und am Großgemeindepokal im Juli treten sie gemeinsam gegen die Mannschaften aus den weiteren Ortsteilen der Gemeinde Schonungen an.

Ab der Saison 2011/12 werden dann aus dem Dorf nur gemeinsame Fußballmannschaften für den regulären Spielbetrieb gemeldet.

„Wir wollen die Jugend zusammen führen und sportliche Erfolge einfahren“, begründet Dieter Herder der Vorsitzende der DJK, diese Entwicklung. Sein Pendant beim FC Bavaria, Sabine Barthelmes setzt hinzu: „Ich kann mich nicht gegen die Jugend stellen“. Sie weiß von ihren eigenen drei Söhnen, alle Spieler der aktiven Mannschaft beim FC Bavaria, wie wichtig es den jungen Fußballern sowohl des FC als auch der DJK ist, als eine Mannschaft, als die Mannschaften aus Marktsteinach aufzutreten.

Längst schon gehen die Vereinsmitglieder der beiden Sportvereine aufeinander zu. Besonders die Jugendlichen kennen sich über die Vereinsgrenzen hinweg. Sei es bei der Kirchweih oder anderen Dorffesten ist ein stetes Miteinander beider Sportvereine in dem 800-Seelendorf der Schweinfurter Rhön seit Jahren angesagt.

Daneben gibt es auch vielschichtige materielle Gründe für das Zusammenlegen der Fußballmannschaft. Einerseits stehen auf Grund des demographischen Wandels in jeder Altersklasse nicht mehr so viele Nachwuchsspieler im Dorf zur Verfügung. Anderseits ergibt sich für die beiden Vereine auch ein Einsparpotenzial mit Blick auf die Anstellung eines Trainers oder der Stromkosten für die Flutlichtanlage beim Training. Und wenn es notwendig ist, kann auch mal ein Sportplatz geschont werden.

Im März haben die Vorstandschaften beider Vereine jeweils in ihrer Jahreshauptversammlung „grünes Licht“ für ihr Ansinnen bekommen. So hoffen Sabine Barthelmes und Dieter Herder, dass durch das Zustandekommen einer Marktsteinacher Fußballmannschaft auch ein positives Signal an die Bürger des Ortes geht: ein stärkeres Zusammenwachsen der Dorfgemeinschaft über alle Konfessions- und Parteigrenzen hinweg.

Text: Rita Steger-Frühwacht

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