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Active ImageDer RSV 07 hat sich zu einem boomenden Ringerverein entwickelt - Es gibt ein Festival im Mai und weiter Pläne für eine eigene HalleSchonungen / Forst (01.03.2010) - In der Gaststätte "Vier Jahreszeiten" in Forst erfuhren die anwesenden Mitglieder des RSV 07 Schonungen ausschließlich Gutes bei der Jahreshauptversammlung des noch immer jungen Ringersportvereins.
 
 
Trainer Thomas Rösner (Bildmitte) weiß weiterhin die beiden Vereinsvorsitzenden Stefan Hofmann (Vize, links) und Joachim Wendel (1. Vorsitzender, rechts) beim RSV 07 Schonungen an seiner Seite.

Der machte fast 12.000 Euro Gewinn im Jahr 2009, hat jetzt rund 19.500 Euro in seiner Kasse. Und dabei sind noch gar nicht mal die drei Aufstiegsrundenkämpfe 2010 eingerechnet. Angesichts der fast 5000 Euro an Einnahmen aus Eintrittsgeldern bei den "normalen" Kämpfen weiß Vereinsboss Joachim Wendel: "Für 2010 schaut die Prognose gut aus. Es könnte dann noch eine Ecke besser werden!"

Die Rückblicke auf das abgelaufene Jahr standen ganz im Zeichnen der Erfolge. "Grandios" sei es verlaufen, so Wendel, der den Wandel des Vereins beschrieb: "Vom Schonunger Revoluzzer zum Markenartikel" habe man sich seit der Abspaltung vom TSV 1866 Schonungen entwickelt. 170 Mitglieder hat der Verein inzwischen, das gesellige Leben zieht sich durch die gesamten zwölf Monate, findet nicht nur zur Ringersaison statt. Wobei an sich ja fast immer Saison ist, wie Trainer Thomas Rösner und der scheidende Jugendleiter Matthias Werner schilderten. Momentan sind die Aktiven bei diversen Turnieren dabei, kommenden Samstag steigt in Schonungen mal wieder das Maintalturnier für den Nachwuchs. Und schon ab dem frühen Sommer beginnen die RSV´ler mit der Vorbereitung auf die nächste Oberliga-Saison.

Dass man in der vergangenen wegen gerade mal einem einzigen Punkt den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpasste, haben die Schonunger längst verdaut. "Einfach unbeschreiblich" (Wendel) sei die Runde trotzdem gewesen, "weil wir eine Euphorie ausgelöst haben, viele Leute erstmals zu uns kamen und nach den Siegen Menschen mir in die Arme fielen, die ich gerade mal vom Sehen kannte". Die Meisterschaft in der Oberliga war der höchste Titel in der Ringergeschichte - eingefahren mit einem Team, "wo RSV draufsteht und auch RSV drin ist". Ausnahmslos Eigengewächse schafften den Höhenflug. "Einfach nur geil" sei das gewesen, so der Vorsitzende, der hofft: "Die Party kann weitergehen!"

Trainer Rösner warnte indes, "weil es schwer wird, diese Erfolge wieder zu erreichen oder gar zu toppen". Obwohl die Runde ja gar nicht so gut begann: Im ersten Test setzte es bei den unterklassigen Erlangern eine 16:23 Niederlage, zum Auftakt der Punkterunde ersatzgeschwächt ein 12:27 in Mietraching. Dann aber lief fast alles rund, mussten am Ende sogar Zusatztribünen aufgebaut werden, um teilweise über 700 Zuschauer in der engen Halle, die zum Hexenkessel wurde, unterzubekommen. Mit dem Autohaus Vossiek als neuen Matten-Werbepartner hat der Höhenflug erste finanzielle Auswirkungen für die Zukunft.

Danach wurde gewählt: Die zuvor locker entlasteten Joachim Wendel und Stefan Hofmann sind ohne Gegenstimmen alte und neue Vorsitzende des RSV 07. Kassier bleibt Sandra Selzam, Schriftführerin Hennricke Wendel. Weiterhin wurden folgende Personen wie folgt gewählt. 2. Kassier: Ingo Schmidt; 2. Schriftführer: Silke Hofmann; Vergnügungswart: Frank Greifelt; Technischer Leiter: Thomas Rösner; Jugendleiter: Tobias Hofmann; Stellv. Jugendleiter: Markus Schäfer und Oliver Gräb; Sponsoring: Mike Gärtner; 3. Kassier: Ursula Hümpfer; Revisoren: Thomas Lenhardt und Manfred Oftring; Beisitzer: Manfred Helmschrott und Jürgen Müller; Jugendsprecher: Julian Full.

Einen Ausblick wagten die Verantwortlichen vor den 65 Erschienen auch bezüglich der fehlenden Heimat für den RSV. In der Hauptschulhalle ist der Verein ja lediglich Mieter, trainiert überwiegend in der Richter-Halle unten im Dorf, die aber vor dem Abriss steht. Nach wie vor bemühen sich die Ringer um eine feste, eigene Bleibe. Eine zunehmend vollere Kasse könnte die Suche nach einem geeigneten Grundstück und einer eigenen Ringerhalle erleichtern. "Nichts als Versprechungen" seien diesbezüglich bislang aus dem Rathaus zu hören gewesen, argumentierte Joachim Wendel. "Doch wir haben Schonungen sehr viel gegeben. Jetzt wird es Zeit, dass auch Schonungen uns etwas gibt!" Schlachtschüssel und die traditionelle Veranstaltung am 1. Mai entfallen heuer, dafür steht am 14. und 15. Mai ein großes Festival an anlässlich der 100 Jahre, in denen es in Schonungen das Ringen schon gibt. Hier sind zahlreiche Schmankerl geplant, was die Wartezeit zur nächsten Saison verkürzt.

Text und Foto: Michael Horling




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