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Schonungen verliert gegen Tabellenspitzenreiter mit 16:22

Es war wohl der Höhepunkt der laufenden Saison: Der Kampf gegen Tabellenspitzenreiter SV Isaria Unterföhring erwies sich als Publikumsmagnet. Über vierhundert Zuschauer verfolgten das Kampfspektakel, bei dem es nicht immer nur auf der Matte heiß her ging. Ins Visier der Fans geriet unter anderem Kampfrichter Robert Reitmeier: "Der war total überfordert und schimpft sich auch noch Bundesliga-Schiedsrichter", kritisierte Rösner so einige Entscheidungen des Unparteiischen.
Am Ende gewannen erwartungsgemäß die Oberbayern mit 16:22 Punkten, doch es hätte auch anders ausgehen können, wie Chefcouch Thomas Rösner vorrechnet. „Neben den kuriosen Schiedsrichterentscheidungen war natürlich der verletzungsbedingte Ausfall von Adrian Michel heute ausschlaggebend. Mit ihm hätten wir diesen Kampf nicht verloren!“ Doch nun reicht der RSV die Oberligakrone an den neuen Meister aus Unterföhring weiter: „Mit dieser Mannschaft werden sie es sehr schwer haben, in der zweiten Bundesliga mehr als zehn Punkte pro Kampf zu holen!“, prophezeit Rösner. ‚Seinen Jungs’ zollte der Trainer eine großartige Leistung "Die Jungs haben heute alle mit großem Kämpfer-Herz agiert und mit ihrer Leistung dafür gesorgt, dass die Zuschauer einen spannenden Abend erleben durften": Ob Schonungen auf Tabellenplatz zwei oder gar drei durch die Zielgerade marschiert werden die kommenden Kämpfe zeigen. Nächstes Wochenende geht es auswärts gegen Johannis Nürnberg, ab 14.30 Uhr fährt im Ort ab Blumen Geist ein Fanbus.

Den Anfang machte RSV-Newcomer Jan Werner (55kg/griechisch-römisch), der mit Andreas Walter einen erfahrenen und technisch ausgefeilten Ringer zog. Der Schonunger verlor zwar technisch Unterlegen mit 11-Punkte-Differenz, entschied die zweite Runde mit 4:0 eindrucksvoll für sich. In ungewohnter Position bekamen die RSV-Fans Florian Hümpfer (120kg/griechisch-römisch) zu sehen, der erstmals im Schwergewicht startete. Die Zuschauer peitschten ihren „Tiger“ nach vorne und so machte er dem Favoriten Radoslav Bakardzhiyski keine Geschenke (1:3). Machs Gelaschanov (60kg/Freistil) holte für Schonungen den ersten Sieg. Aggressiv und kampfeslustig gingen beide Kontrahenten ins Rennen, doch der Föhringer Manrikos Theodoridis hatte am Ende das Nachsehen (3:2). In der Gewichtsklasse 96kg/griechisch-römisch entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In allen drei Runden hatte der RSV-Mann zwar den optischen Vorteil, jedoch konnte er gegen Thomas Leffler keine Wertung erzielen, wodurch der Föhringer mit 1:0 gewann. Für klare Verhältnisse auf der Matte sorgte im Anschluss Rudi Schwanke (66kg/griechisch-römisch), der gegen Simon Schindler in den entscheidenden Momenten die Wertungen erzielte. Pünktlich zur Pause verkürzte der RSVler mit seinem 3:0-Rundensieg auf 8:10-Zählern.

Leichte Beute hatte der Unterföhringer Mohamed Zeggai (84kg/Freistil): Trainer Thomas Rösner lies die Gewichtsklasse von Stammringer Adrian Michel unbesetzt. An Dramatik kaum zu überbieten war das Duell zwischen Gamsat Ucumiev (66kg/Freistil) und dem Griechen Marcos Theodoridis. Aggressiv und temporeich war die Begegnung, die auch die Zuschaueremotionen anstachelte. "Bei einem Schiedsrichter mit Klasse hätte es in diesem Kampf einen anderen Sieger gegeben". ärgerte sich Trainer Rösner. Als Sieger ging der Unterföhringer hervor, sorgte aber mit einer Provokation in Richtung Zuschauerränge für ein kleines Handgemenge (1:3). Ein schweres Los hat Stefan Pfister (84kg/griechisch-römisch) mit Christian Axenbeck gezogen. Der Spitzenringer aus Oberbayern stellte seine Qualitäten unter Beweis, Pfister dagegen betrieb Schadensbegrenzung und konnte eine höhere Niederlage verhindern (0:3) – damit stand Unterföhring als Sieger fest. Unbeirrt dessen zeigte Tobias Hofmann (74kg/griechisch-römisch) einen hervorragenden Kampf. Die erste Runde ging zwar noch knapp an Christian Hanser verloren, doch im Laufe der Begegnung steigerte sich der Schonunger deutlich und siegte mit technischer Überlegenheit (4:1). Auch Dimitri Andronov (74kg/Freistil) startete mit Anlaufschwierigkeiten in den Kampf. Die erste Runde ging auf das Konto von Alessandro Punzo, die folgenden drei Kämpfe entschied Andronov für sich (3:1).  Endstand 16:22 (SR)

Text: Stefan Rottmann

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