
SPD spendet 1000 Euro für die Jugendfeuerwehren der Großgemeinde
Schonungen
Es war ein gelungener Abend, der garantiert allen Gästen noch
lange in Erinnerung bleiben wird: Michl Müller einer der begnadetsten
Kabarettisten in unseren Breitengraden lief im Festzelt am Schonunger
Alban Park zu Höchstform auf. Zum dritten Mal war der Garitzer zu Gast
in der Oberlandgemeinde, diesmal vor über 700 Gästen. „Es war eine
logistische Meisterleistung und die Atmosphäre ist einfach genial!“,
erklärte Veranstalter und SPD-Vorsitzender Stefan Rottmann.
Es dauerte nur Sekunden, als Michl Müller auf Betriebstemperatur
war, die Bühne betrat und sich die Halle in einen Hexenkessel
verwandelt: Und natürlich plauderte der „Frangge“ wieder aus dem
Nähkästchen, beispielsweise von den Stammtischparolen seines
griechischen Lieblingsrestaurants „Mykonos“. „Dat Uschi“ durfte auch
nicht fehlen: Die Rheinländerin wurde vom Lokalen Wirt Dimitri
Papadopulus gar zur „Kesselfläschprinzessin“ auserkoren und mit einem
„Rüssel“ geschmückt. Geschickt leitete Müller über in die große Politik:
Vom „Kesselfläsch“ zu Umweltminister Norbert Röttgen, dessen
Ausstrahlung er gerne mal mit der eines Gewürzregals vergleicht.
Schließlich hat der Comedian für ihn gleich auch einen Vorschlag für die
Energiewende im Gepäck: Ein liegendes Windrad das von Rhönschafen
angetrieben wird.
Überhaupt war der fränkische Dialekt das beherrschende Thema im Laufe
des Abends: Und spätestens nach dem Lied „Namm der ne“ wusste jeder Gast
Bescheid, dass unsere Sprache aus dem Afrikanischen abstammt. Michl
Müller philosophierte über Umweltkatastrophen, Rücktritte und
Sexskandale. Und jetzt kommen die „Killergurken“ aus Spanien, die ideal
als Abführmittel geeignet seien, so Müller. Auch über menschliche
Errungenschaften und Erfindergeist wie Snap-Socks witzelte er: „Beim
Waschen sind die praktisch, weil du die zusammenklippsen kannst, aber
beim laufen tu ich mir da wirklich schwer!“ Spontan, vielseitig und
topaktuell präsentierte sich der Künstler auf der Bühne: Was Minuten
zuvor noch in der Tagesschau zu sehen war, findet sich irgendwo im
Programm des Kissingers wieder. „Mir hat’s bei Euch wieder Spaß
gemacht!“, resümierte Müller am Ende seines grandiosen Auftritts. Das
Festzelt tobte und ließ ihren Star erst nach vier Zugaben von der Bühne.
Das große Finale läutete Michl Müller schließlich mit seinem
Mit-Mach-Hit „Grumbernzelood“ ein, bei dem er den „Michael Wendler“
animierte. Die beiden Waldsachsener Theresia Wittmann und Melanie
Saalmüller hatten im Anschluss ihren großen Auftritt, als Vertreter der
Jugendfeuerwehren der Großgemeinde durften sie Stellvertretend einen
Spendenscheck über 1000 Euro aus den Händen des Bürgermeisterkandidaten
Stefan Rottmann und Michl Müller in Empfang nehmen. Das Geld ist auch
schon bereits verplant: Mit der Feuerwehrjugend soll es dann in einen
Freizeitpark gehen.
Der Kabarettist war damit zum dritten Mal in Schonungen bei der SPD zu
Gast. Nach Comedian Chris Böttcher und den Biermösl Blosn in der
Stadthalle verabschiedet sich die Benefizkabarettserie der SPD, die
bisher immer vor ausverkaufter Kulisse stattfand, in eine lange
Sommerpause. Erst am 09. Dezember 2011 geht es weiter: Dann hat sich der
Fürther Klaus Karl-Kraus angekündigt, der seinem Publikum eine
fränkische Weihnacht bescheren will. Und auch Lizzy Aumeier steht für
Schonungen mit einem neuen Programm in den Startlöchern. Auf Michl
Müller müssen sich alle Fans noch bis Sommer 2013 gedulden, dann ist er
wieder in Schonungen zu sehen.
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