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Dienstag, 3. Juni 2008 |
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Ein Kunstwerk im Steinachtal
Im Schweinfurter Oberland gibt es viele schöne Landschaften. Eine der reizvollsten ist das Tal der Steinach zwischen Marktsteinach und Schonungen. Die Staatsstraße 2266 - die von Schonungen nach Hofheim führt - schlängelt sich kurvenreich hindurch, vorbei an zahlreichen Mühlen. In der Nähe einer dieser Mühlen - der Ölmühle - stand einst (bis 1974), direkt neben der Straße, ein sehr schönes Wegkreuz. Es mußte es dringend repariert werden, da es sich - bedingt durch Umwelteinflüsse in einem sehr schlechten Zustand befand.
Bei der ausführenden Firma in Würzburg wurde dahei festgestellt, daß es
sich bei dem Korpus um ein besonderes Kunstwerk handelt. Es ist
nämlicheine Arbeit des Holzschnitzers Heinz Schiestl (1867-1940) aus
der bekannten Künstlerfamilie, welche 1373 aus dem Zillertal nach
Würzburg gezogen ist. Das Original des Strahlenkruzifixes befindet sich
heute nicht mehr - wie einst - im Freien, sondern in der Kirche St.
Bartholomäus in Marktsteinach.
 Das ursprüngliche Wegkreuz wurde damals
weiter ortwärts versetzt und befindet sich jetzt auf erhöhtem
Standpunkt bei der Abzweigung von der Staatsstraße in Richtung Waldsachsen. Es ist seither mit einer vorzüglichen Kopie des
»Schiestl-Herrgotts« ausgestattet. Im Jahr 2000 wurde es überholt und
erstrahlt seitdem im neuen Glanze. Dem Verein für Gartenbau und
Landespflege von Marktsteinach ist es zu verdanken, dass „ein
wertvolles Stück unserer Heimatgemeinde“ (so Heinz Schnepf, der
Vorsitzende im Juli 2000) erhalten und gepflegt wurde (bzw.
wird).
Text und Fotos: Heribert M. Reusch
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