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Ein historisches Bauwerk in Schonungen
Dass der Ort Schonungen an der Stelle entstanden ist wo er sich heute befindet, ist kein Zufall. Die topografischen Gegebenheiten der Landschaft, d. h. die Tallage zwischen drei schützenden Erhebungen(Kaltenhöfer Berg, Kreuzberg und Spitzberg) waren wohl der Anreiz, daß sich in der Vorzeit hier Menschen ansiedelten. Aber vor allem dürfte dafür die Furt über den Main – d. h. die Möglichkeit einer seichten Mainüberquerung – ausschlaggebend gewesen sein. Und so ist es nicht verwunderlich, dass alle Wege und Straßen von Norden her die Talöffnung bei Schonungen am Main zum Ziel hatten.
Der Altort selbst hatte sich damals zwischen dem rechten Steinachufer
und der Kaltenhöfer Anhöhe entwickelt. Der Bach war ein natürlicher
Schutz und Hinderniss zugleich. Um in Richtung Gädheim zu gelangen,
mußte er also überbrückt werden. Und zwar an einer Stelle, an der
bereits Straßen auf das Ufer zuliefen. So entstand, wie – laut J. Ryba
– 1380 bereits erwähnt, der Vorläufer des heute als „Alte Bachbrücke“
bezeichneten Steinachüberganges. Er stellt jetzt eine der
innerortlichen Verbindungen zwischen dem Altortbereich und
„Neu-Schonungen“ links der Steinach dar.
Das Besondere an diesem historischen Bauwerk sind die beiden – in Mauerbrüstungen befindlichen – Heiligenfiguren, welche die
zweibogige Brücke zieren. Es handelt sich dabei um Neuanfertigungen als
Ersatz für die vom Verfall bedrohten Vorgängerfiguren aus dem 18.
Jahrhundert. Die Marienstatue stürzte z.B. 1930 in den Bach!
Im Frühjahr und im Sommer, bis in den Herbst hinein, ist der
Blumenschmuck der Brücke eine Augenweide. Die Bepflanzung und deren
Pflege leistet seit Jahren in vorbildlicher Weise der hiesige Verein
für Gartenbau und Landespflege.
 Auf der nördlichen Seite wurde eine neue „Maria Immaculata“ aus
Sandstein aufgestellt, geschaffen von Heinrich Söller aus Schweinfurt.
Sie trägt die Inschrift „Anno Mariano 1954“ und wurde im Mai desselben
Jahres geweiht.
 Diese auf der südlichen Seite befindliche Statue ist eine von dem aus
Böhmen stammenden Bildhauer Franz Pechwitz geschaffene Nachbildung der
ursprünglichen Figur des Brückenheiligen. Sie wurde im Oktober 1984
geweiht.
Text und Foto: Heribert M. Reusch
Auf dieser schönen alten Brücke spielt sich von Zeit zu Zeit
Unglaubliches ab. Da werden die vom Verein für Gartenbau und
Landespflege Schonungen in ehrenamtlicher Arbeit in den Kästen
eingepflanzten und gepflegten Blumen herausgerissen und in den Bach
geworfen.
Bevor die Kästen angeschraubt wurden, lagen auch diese im Bach. Die
Polizei verfolgt die Angelegenheit nur halbherzig und so kann man
sicher sein, dass es bestimmt bald wieder passiert. Was mussen diese
Rowdies für Menschen sein? Gestört? Mit sich selbst nichts anzufangen
wissen? Geisteskrank? Auf Böses aus? Aus Langeweile handelnd? Sich
selbst aus der Gemeinschaft ausschließend? Oder einfach nur grenzenlos
dumm und borniert? Was können die Bürger dagegen tun?
Text: Renate Bönninger
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