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Laut Überlieferung wurde das Feuer von gedungenen Schergen des Herrnvon der Heide während der Abwesenheit des Burgherrn von der Hardburggelegt. Welcher Anlass zu dieser schrecklichen Tat geführt hat, istunbekannt.
Früher setzte man sich an so manchen Abenden zusammen zu Erzählungenund Spielen. Der Kanonenofen bullerte und verbreitete wohlige Wärme.Je vorgerückter der Abend war, desto geheimnisvoller und unheimlicherwurde das Erzählte. Da trieben dann auf den dunklen Straßen Geister undGnomen personifiziert ihr Unwesen. Vor dem nächtlichen Heimweg graustesich so mancher.
Einst war eine Frau von Forst nach Marktsteinach unterwegs. Es gingschon auf Mitternacht zu und der Mond beleuchtete spärlich den Weg unddie abgeernteten Felder. Da, auf einmal – war da nicht Pferdegetrappelhinter ihr? Ganz deutlich hörte sie, dass ihr jemand folgte. Zaghaftdrehte sie sich um und was sie sah, ließ ihr das Blut in den Aderngerinnen: Eine menschliche Gestalt, ein Ritter hoch zu Ross, der seinenKopf unter dem Arm trug! Einen Moment stand sie wie versteinert da undstarrte auf die Erscheinung. Dann rannte sie voller Angst weiter underreichte unter größter Anstrengung das Hardkreuz. Sie kniete niederund betete inbrünstig. Als sich der erste Schock etwas gelegt hatte unddas Pferdegetrappel nicht mehr zu hören war, schaute sie vorsichtigrückwärts und konnte von der Geistergestalt nichts mehr entdecken, dennsoeben hatte die Kirchturmuhr in Forst ein Uhr geschlagen und dieGeisterstunde war vorüber. Die Frau kam gut heim und erzählte diesesschaurige Erlebnis ihrer Familie.
Die Geschichte über den Ritter ohne Kopf machte nun ebenfalls immerwieder die Runde an den Erzähl abenden und konnte so bis in unsere Zeitbewahrt werden.
Renate Bönninger












Legenden und Spukgeschichten von der Hard 





