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Oberlands einzigartige Fresken in Fuchsstadt

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Donnerstag, 15. Oktober 2009

fresken_01 Katholische Kirchenstiftung
Kuratie Fuchsstadt
St. Nikolaus  u. St. Vitus

Im Altarraum links finden Sie den Zugang zu den gotischen Gemälden, aus den Jahren ca. 1450 mit Sakramentsnische im Turm!

Erklärung: In die Wand eingebracht ist eine typische Sakramentsnische aus der Zeit des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter, der von 1573 bis 1617 regierte.
Entstanden ist sie um 1600/1615. Da beim Einbau der Sakramentsnische keine Rücksicht auf die darunter liegenden Wandmalereien genommen wurde bedeutet dies zum einen, dass sie auf jeden Fall älter sind, und zum andern, dass sie spätestens zu diesem Zeitpunkt übertüncht worden sind.

fresken_02 Die Wandbilder sind wohl im 15. Jahrhundert entstanden, grob um 1450.
Wahrscheinlich ist es die erste Ausmalung des Turmchors, der ja ebenfalls in das 15. Jahrhundert datiert wird.
Kreuzigungsszene: in der Mitte, über dem Scheitel der Sakramentsnische,der im Verhältnis zu den übrigen Figuren größer proportioniertegekreuzigte Jesus, links und rechts davon die gekreuzigten Schächer.Auf der rechten Seite des Mittelkreuzes ist der Hauptmann Longinus aufeinem Pferd zu erkennen, der mit einer Lanze die rechte Seite desGekreuzigten öffnet.

Wandfläche, die das Fenster halbiert.
Links vom Fenster könnte die Weihnachtsszene, die Anbetung des Jesuskindes, dargestellt sein.

Das Jüngste Gericht: Christus thront als Richter über dieauferstandenen Menschen in einem mandelförmigen Nimbus auf demRegenbogen. Links (vom Betrachter aus) ist Maria noch zu ahnen, rechtsJohannes der Täufer. Beide sind Fürbitter für die Auferstandenen. Linksunten ist noch eine größere Figurengruppe zu sehen. Dabei handelt essich um die Seligen, die in das Paradies einziehen dürfen. Dem müssteauf der anderen Seite die Schar der Verdammten vor dem Höllenrachenentsprechen.

fresken_03 fresken_04 Bei den Bildern auf den vier Feldern des Gewölbes handelt es sich,soweit zu erkennen um die Symbolwesen der vier Evangelisten.Eigentümlich ist eine teilweise Doppelung der Wesen, so beim Löwen desEvangelisten Markus über der Weltgerichtsszene und beim Stier des Lukasüber der Kreuzigung. Der Engel, der für Matthäus steht, scheint nichtgedoppelt. Auf dem vierten Feld müsste ein Adler für Johannes zu sehensein.

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