
Das Bauernmuseum von Albin May, Üchtelhausen, Ortsstraße 8, verfügt über eine einzigartige Sammlung mit Objekten aus einer früherer Zeit, die Aufschluss über die Lebensweise unserer Vorfahren gibt. Auf dem stillgelegten und geschichtsträchtigen Bauernhof von Vater Raimund May – hier lebte schon Urgroßvater Franz Leonhard May, Bürgermeister von 1934 – 1938, Posthalter und Gemeindeschreiber – hat Albin May in jahrelanger Sammelleidenschaft viele Arbeitsgeräte, Bekleidung, Wäsche, Mobiliar, Haushaltsgegenstände und Handwerkzeuge zusammengetragen und in der Scheune sowie im umgebauten Kuhstall thematisch aufgebaut und präsentiert.
Zum Dorfjubiläum „800 Jahre Üchtelhausen“ im Jahr 1994 hat Albin May
seine Sammlung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem
kann diese ständige Einrichtung – die besonders Schulklassen und
Kindergruppen zu empfehlen ist, weil man hier Geschichte durch die
Gegenwart begreifen und besser verstehen kann – nach Vereinbarung
(Tel.-Nr. 09720/1852) besucht werden.
Heuer feiert Albin May mit seinem liebevoll gepflegten Bauernmuseum –
so nennt er sein Kleinod – 15-jähriges Bestehen. Dazu lädt er am 17.
Mai 2009 – am Tag des Museums – ab 11.30 Uhr zu einem Museumsfest ein.
Neben den üblichen Festspezialitäten, die zu familien-freundlichen
Preisen feilgeboten werden, gibt es noch Blaue Zipfel sowie
selbstgebackene Kuchen. Der Erlös dient dem Ausbau und Unterhalt des
Museums. Unterstützt wird er dabei vom örtlichen Gartenbau- und
Landschaftspflegeverein sowie von der Blaskapelle Üchtel-hausen. Zur
Eröffnung, die im Anschluss an den um 10 Uhr stattfindenden
Gottesdienst mit Flurprozession erfolgt, übergibt die 1.
Bürgermeisterin Birgit Göbhardt anlässlich dieses Jubiläums ein
Verzeichnis der Üchtelhäuser Teilnehmer am Ersten Weltkrieg (1914 –
1918) in Bildformat, das vom früheren Veteranenverein stammt und sich
in privater Aufbewahrung befindet, als Dauerleihgabe zur
ortsgeschichtlichen Sammlung an Albin May. Als weitere Attraktion wird
das Soldatenleben der französischen Tuppen aus der napoleonischen Zeit,
die 1796 auch Üchtelhausen besetzt hielten, historisch dargestellt. In
originalgetreuen Uniformen und Ausrüstung lässt Ronald Porrmann mit
seinen Mannen aus Würzburg die „Franzosenzeit“ wieder aufleben.
Gezeigt wird ein historisches Lagerleben sowie das Abfeuern von
original-getreuen Musketen nach dem damaligen Reglement. Noch viele
Jahre später erinnerte im Dorf die sogenannte „Franzosengasse“ an die
französische Besatzung, die den Einwohnern viel Not und Elend brachte.
Selbst vom „Urvater“ aller Üchtelhäuser May`s, dem Adam May
beschlagnahmten die Franzosen seinerzeit einen zweijährigen
Stier.
Mit Ihrem Besuch des angekündigten Museumsfests unterstützen Sie das
geschaffene Werk von Albin May, das er in unermüdlicher ehrenamtlicher
Tätigkeit und in uneigennütziger Bereitstellung seiner Räumlichkeiten
der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Diese vorbildliche
Bürgerinitiative verdient großes Lob und höchste Anerkennung.
Das Bauernmuseum ist eine wertvolle Bereicherung des Kulturlebens in Üchtelhausen.
Gönnen Sie sich dieses interessante Erlebnis!
Hier erhalten Sie eine kleine Einblick in das Bauernmuseum
Das Alte ehren - das Neue lehren,
das Gute mehren - gegen das Schlechte sich wehren.
Text: Heinrich Neugebauer