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Von der Wern zum Ellertshäuser See
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Freitag, 28. Mai 2010 |
 29. Juno 08 - 9.00 Uhr - Sonneschain und a frischs Lüfdlä is gangä.
Pünkdlich konnd mer unner „völkerverbindende Radtour" start. Von
Poppenhausen im schönnä Oberen Werntal, quer durch die Schweinfurter
Rhön, zum Ellertshäuser See im Schweinfurter Oberland. Mia haddn rund 60
km und 790 Höhenmeter vor uns. – Doch des woa warrlich ke Brobleem!
Haddn mia doch än subba Drubb bainanner, die sinn gfoarn wie die Henkär!
Aa unner Mann aus Zeil, der uns erklärt hat er sei scho Rentner, war
technisch und konditionell echt subba! So ham mia recht züchich Hain und
Holzhausen links liechn glassn, um bei Hambach unner Wissen übär des
Dorf als Radrenn-Hochburg raus zu lassn. Unner Leut woarn ned nua
schbordlich guad drauf – nä, die ham a beim „Kulturelln" die Oarn
gschbitzt!
– Ä subba Drubb
–
Aa beim Zeller Staudamm, mit Bau, Funktion und Gschichdlich dazu, woarn
se voll dabai! – Dann der Berch zwischn Zell und Üchtelschtücht
(Üchtelhausen), deär konnd kenn von uns zum Abschdeichn zwing!
– Ä subba Drubb –
Weider gings durch die SW-Rhön, aa genannt Hesselbacher
Waldland.
Wos über Bsonderheidn der Natua
(wie Klima, Naturdenkmal, usw.) einiches zu erzääln gäm had! – Aa über
den „Schloch Mensch" der da lebbd, der a ganz a guade Seel is, abba zum
Rebelln wird, wenn’s um sei Viehwaach ged!!! Da woarn mia uns mid unnere
Gäst einich, so a historische Viehwaach, die quasi ihr Geschichdn
gschriebm had, is als kulturelles Erbe zu bedrachdn! – Kurzerhand
erklärdn mia die Viehwaach zum „Kulturdenkmal" + Ebertshausen zum
„Kulturschutzgebiet"!!!
– Ä subba Drubb
–
Nach soviel Schpord mid Kuldua verknüpfd, hadn mia uns in
Reichmannshausen unner Middachessn verdiend! Beim Hirschkopf im
Biergaddn kond mer uns von die Schdrapazn erhol, derweil mei Kolechin,
die Jutta Paralleln zwischn Bad Kissingen und Reichmannshausen gezochn
hat. Des Dörflä war nämmlich ma a Luftkurort, wo rechd fürname Leut
verkeerd sinn – Endschbrechende Bildlich ham mia uns dazu angeguckd! –
Bisses Essn kam – hm – Schäufeli und so manch annere leggere fränkische
Hausmannskost! Da ham mia ordendlich was gessn, und uns guad
underhaldn.
– Ä subba
Drubb –
Absolud sadd und guader Dinge sinn mia so umma zwäa am Ellertshäuser See
aakommä. Die Entstehungsgeschichte vom See had dann so Manchn
überraschd. Für Mystiker gabs Ellertshausens Geschichte und Legende. Für
Naturliebhaber die schützenswerten Uferzonen und die Renaturierung vom
Sauerquellenbach! Uuund für die Techniker kam dann Herr Schneider vom
Wasserwirtschaftsamt mit ner Dammbegehung und Erkundung der Technik im
Inneren des Staudammes!
So war für alle was dabei, sie ham mit geschärftn Sinnen genossn!
– Ä
subba Drubb –
Hämwärds dann ham mia alle noch a mal ordendlich
neigedrädn, ham logger zwä Mountainbiker im Berch überhold und blooß a
„bissle" gschwitzt dabei. Zwischen Weipoltshausen und Zell, als mir ins
Tal nunnergschossn sinn, is uns zur Belohnung der Fahrtwind um die Nasn
gweht!
Den letztn Hüchl nach Hammich (Hambach), bei denä Reiterhöf sinn mia
tapfär naufgschtrambelt! Komme zwä Reiterinnen des Weches, sächt die
eenä prompt zu uns: „Also ich sitze hier oben toootaaal entspannt!!!" –
Erwiedert mei eenär Gast, der mit der Bullnmast: „Wenn ich auf meim
Bulldog sitzaa!!!
– Ä subba Drubb
–
Der letzte Anlaufpunkt: die Wüstung Asbach, von dort aus faszinierender
Weitblick von der Rhön bis zum
Steigerwald!
– Kam doch von eben dem selben netten Gast: „Is net schlecht, a
Cola-Asbach wär mir jetzt recht!" Die trockene Sprüch, was ham mia
gelachd!
– Ä subba Drubb
–
Von nun an gings nur noch berchab, übers schönne Maibachtal warn mia
ruckzuck wiedär in Poppenhausen zurück.
Ankunft: immer noch 29. Juno - 18.30 Uhr – Sonneschain – die Frisur
sitzt nix mer – abba glücklich sinn mer alle über die gemeinsam erlebten
Stunden –
Ma siehts am Bild
– Danke, ihr wart – ä subba Drubb!!!
Text und Foto: Margit Markert
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