Besonderheiten des Weges: Das NSG „Talhänge der Lauer“ bei Stadtlauringen ist ein überregional bedeutsames Schwerpunktgebiet des Naturschutzes.

Die Abhänge an den Hangkanten (meist Richtung
Lauertal) weisen eine Vielfalt an verschiedenen Landschaftsstrukturen
wie Feldheckenstreifen und -horste sowie dazwischengelagerte
Halbtrockenrasen auf. Auf den flach nach Osten geneigten Flächen,
entstanden durch die Acrodus-Corbula-Bank-Verebnung*, gibt es zwar viel
freies Feld, wegen der geringen Fruchtbarkeit (Scherbenäcker) lockern
aber auch hier Heckenhorste und Feldgehölze die Landschaft auf. An
Stellen ehemaligen Weinbaus haben sich Streuobstbestände als Reste der
nachfolgenden Nutzung erhalten.

Diese Vielfalt an
Landschaftselementen mit einem hohen Anteil an artenreichen
Halbtrockenrasen gibt der Natur noch genug Raum, sodass weit über 5o
verschiedene Singvogelarten hier ihr Revier haben, aber auch seltene
Schmetterlinge und andere Insekten. Ganz zu schweigen von der großen
Zahl der Pflanzenarten in den verschiedenen Pflanzengesellschaften.
Auch
Reste vorgeschichtlicher, vom Menschen verursachter landschaftlicher
Überprägungen (Keltische Fliehburg), lassen sich noch erkennen. Und der
ehemalige Weinbau sorgt für floristische Besonderheiten (Rosa
gallica/Essig - rose).
Zu dieser Vielfalt der Flora kommt noch
ein schöner Panoramablick: auf Stadtlauringen, auf das Hesselbacher
Waldland, auf die Rhön von der Platzer Kuppe bis zum Kreuzberg, auf den
Hassbergrückenbis zum Basaltkegel desBrambergs, auf Dürrnberg, auf
Oberlauringen, Mailes und Schloss Craheim.
Der Wanderführer für
das Schweinfurter Oberland mit 13 Tourenvorschlägen auf 64 Seiten ist
erschienen und kostet 4,–. Erhältlich bei den Oberlandgemeinden.
* Eine dünne, aber harte Gesteinsschicht, benannt nach den Fossilien der Muschel Corbula und den Zähnen des Haifischs Acrodus.