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Neue Akzente im Chor Schonungen
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Freitag, 18. März 2011 |
 Stark in Schonunger Familien verwurzelt, aber auch offen für auswärtige Sängerinnen und Sänger, das ist ein Kennzeichen des Gemischten Chors der Freien Turner Schonungen. Seit letztem Jahr schwingt der Schonunger Peter Näder hier den Dirigentenstock und möchte zusammen mit den Chormitgliedern neue Akzente in der Arbeit setzen.
Allerdings wird das althergebrachte Liedgut weitgehend beibehalten, nur
eine Erweiterung des Repertoires um internationale Folklore wird
zunächst angestrebt. „Etwas moderner werden“, dieser Wunsch verbindet
Chormitglieder und Dirigent.
Näder, Popularmusikbeauftragter des Bezirks Unterfranken, ist es wichtig
Lieder auszuwählen, die zum vierstimmig singenden Chor passen, oftmals
schreibt er selbst die Arrangements.
Auch der Anlass für einen Auftritt erfordert oft die Einstudierung
passender Lied. Sehr vielfältig sind die Veranstaltungen, die der Chor
der Freien Turner musikalisch umrahmt. Der Bogen spannt sich von
vereinsinternen Weihnachtsfeiern und Jubiläen, über Auftritte bei
Gottesdiensten in der katholischen und evangelischen Kirche Schonungens,
bei der SPD-Maifeier, dem Konzert Schonunger Frühling bis hin zum
Jahresschluss mit der Schonunger Weihnacht. Hinzu kommen Gastauftritte
bei befreundeten Vereinen, wenn diese einen Liederabend oder ein
Jubiläum ausrichten.
Im 1905 aus der Arbeiterbewegung heraus gegründeten Chor, dem erst kurze
Zeit später eine Turnabteilung angegliedert wurde, sangen schon
Mitglieder der Eltern- und Großelterngeneration der heutigen
Chormitglieder Gregor Mayer, Erich Löhmer und Ruth Bubeck. So war Ruth
Bubeck auch mit dabei, als anfangs der fünfziger Jahre unter dem
Dirigenten Karl Schöner ein Kinderchor ins Leben gerufen wurde, der
mehrere Jahre bestand. Sie und ihre Chorkollegin Herta Hepp sind heute
noch zwei Mitglieder, die heute noch zu den aktiven Sängerinnen bei den
Freien Turnern zählen.
Aber auch Anja Sieben, 2009 aus Norddeutschland zugezogen, fühlt sich
wohl im Chor. „Dass gelegentlich fränkisches Liedgut gesungen wird,
macht mir keine Probleme“, fügt sie lachend hinzu. Richard Niklaus aus
Reichmannshausen fand hier als Sänger eine neue Heimat, als in den
sechziger Jahren – dem Zeittrend entsprechend- sein Gesangsverein, der
Reichmannshäuser Männerverein, mangels Mitglieder aufgelöst werden
musste.
Nicht ohne Stolz weist Inge Schumann auf Auszeichnung des Chores mit der
Zelter Plakette hin, da sogar während der beiden Weltkriege hier eine
durchgehende Choraktivität bestand.
Schumann gehört zusammen mit Renate Werb und Berno Werb dem
Leitungsgremium des Chores an. Übereinstimmend berichten sie, dass ein
Vorsitzender die vielfältigen Aufgaben für einen Chor mit rund 35
Mitgliedern und Mitgliedschaft im Fränkischen Sängerbund nur schwer
übernehmen könnte.
Dem Fränkischen Sängerbund anzugehören ist wichtig, erklärt Schumann mit
Blick auf die dort angebotenen Weiterbildungen der Mitglieder. Trotz
der relativ hohen Mitgliederzahl des Chores hoffen die Sängerinnen und
Sänger auf weitere sangesfreudige Zeitgenossen in Schonungen und
Umgebung, die jeden Montagabend von 20 Uhr bis 21 Uhr Lust haben, Neues
in Punkto Gesang dazu zu lernen. Vergnügen und Spaß ist nicht nur
während der Chorprobe garantiert, wenn auch Stimmbildung oder
Chorwochenenden der gesanglichen Weiterbildung der Mitglieder dienen.
„Aber nach jeder Singstunde besuchen wir das Vereinsheim zum gemütlichen
Beisammensein“, versichert Gregor Mayer. „Ein gutes Miteinander im Chor
ist wichtig“, betont auch der neue Dirigent, denn er weiß, „wenn die
Gruppe gut zusammen passt, ergibt das auch einen guten Klang im Chor!“
Auf dem Bild sehen Sie das Sängerzimmer im Vereinsheim des Freien Turn- und Gesangvereins.
Text und Foto: Rita Steger-Frühwacht
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