Unterföhring nun Oberligameister
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Montag, 15. November 2010 |
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Schonungen verliert gegen Tabellenspitzenreiter mit 16:22
Es war wohl der Höhepunkt der laufenden Saison: Der Kampf gegen
Tabellenspitzenreiter SV Isaria Unterföhring erwies sich als
Publikumsmagnet. Über vierhundert Zuschauer verfolgten das
Kampfspektakel, bei dem es nicht immer nur auf der Matte heiß her ging.
Ins Visier der Fans geriet unter anderem Kampfrichter Robert Reitmeier:
"Der war total überfordert und schimpft sich auch noch
Bundesliga-Schiedsrichter", kritisierte Rösner so einige Entscheidungen
des Unparteiischen.
Am Ende gewannen erwartungsgemäß die Oberbayern mit 16:22 Punkten, doch
es hätte auch anders ausgehen können, wie Chefcouch Thomas Rösner
vorrechnet. „Neben den kuriosen Schiedsrichterentscheidungen war
natürlich der verletzungsbedingte Ausfall von Adrian Michel heute
ausschlaggebend. Mit ihm hätten wir diesen Kampf nicht verloren!“ Doch
nun reicht der RSV die Oberligakrone an den neuen Meister aus
Unterföhring weiter: „Mit dieser Mannschaft werden sie es sehr schwer
haben, in der zweiten Bundesliga mehr als zehn Punkte pro Kampf zu
holen!“, prophezeit Rösner. ‚Seinen Jungs’ zollte der Trainer eine
großartige Leistung "Die Jungs haben heute alle mit großem Kämpfer-Herz
agiert und mit ihrer Leistung dafür gesorgt, dass die Zuschauer einen
spannenden Abend erleben durften": Ob Schonungen auf Tabellenplatz zwei
oder gar drei durch die Zielgerade marschiert werden die kommenden
Kämpfe zeigen. Nächstes Wochenende geht es auswärts gegen Johannis
Nürnberg, ab 14.30 Uhr fährt im Ort ab Blumen Geist ein Fanbus.
Den Anfang machte RSV-Newcomer Jan Werner (55kg/griechisch-römisch), der
mit Andreas Walter einen erfahrenen und technisch ausgefeilten Ringer
zog. Der Schonunger verlor zwar technisch Unterlegen mit
11-Punkte-Differenz, entschied die zweite Runde mit 4:0 eindrucksvoll
für sich. In ungewohnter Position bekamen die RSV-Fans Florian Hümpfer
(120kg/griechisch-römisch) zu sehen, der erstmals im Schwergewicht
startete. Die Zuschauer peitschten ihren „Tiger“ nach vorne und so
machte er dem Favoriten Radoslav Bakardzhiyski keine Geschenke (1:3).
Machs Gelaschanov (60kg/Freistil) holte für Schonungen den ersten Sieg.
Aggressiv und kampfeslustig gingen beide Kontrahenten ins Rennen, doch
der Föhringer Manrikos Theodoridis hatte am Ende das Nachsehen (3:2). In
der Gewichtsklasse 96kg/griechisch-römisch entwickelte sich ein
Kopf-an-Kopf-Rennen. In allen drei Runden hatte der RSV-Mann zwar den
optischen Vorteil, jedoch konnte er gegen Thomas Leffler keine Wertung
erzielen, wodurch der Föhringer mit 1:0 gewann. Für klare Verhältnisse
auf der Matte sorgte im Anschluss Rudi Schwanke
(66kg/griechisch-römisch), der gegen Simon Schindler in den
entscheidenden Momenten die Wertungen erzielte. Pünktlich zur Pause
verkürzte der RSVler mit seinem 3:0-Rundensieg auf 8:10-Zählern.
Leichte Beute hatte der Unterföhringer Mohamed Zeggai (84kg/Freistil):
Trainer Thomas Rösner lies die Gewichtsklasse von Stammringer Adrian
Michel unbesetzt. An Dramatik kaum zu überbieten war das Duell zwischen
Gamsat Ucumiev (66kg/Freistil) und dem Griechen Marcos Theodoridis.
Aggressiv und temporeich war die Begegnung, die auch die
Zuschaueremotionen anstachelte. "Bei einem Schiedsrichter mit Klasse
hätte es in diesem Kampf einen anderen Sieger gegeben". ärgerte sich
Trainer Rösner. Als Sieger ging der Unterföhringer hervor, sorgte aber
mit einer Provokation in Richtung Zuschauerränge für ein kleines
Handgemenge (1:3). Ein schweres Los hat Stefan Pfister
(84kg/griechisch-römisch) mit Christian Axenbeck gezogen. Der
Spitzenringer aus Oberbayern stellte seine Qualitäten unter Beweis,
Pfister dagegen betrieb Schadensbegrenzung und konnte eine höhere
Niederlage verhindern (0:3) – damit stand Unterföhring als Sieger fest.
Unbeirrt dessen zeigte Tobias Hofmann (74kg/griechisch-römisch) einen
hervorragenden Kampf. Die erste Runde ging zwar noch knapp an Christian
Hanser verloren, doch im Laufe der Begegnung steigerte sich der
Schonunger deutlich und siegte mit technischer Überlegenheit (4:1). Auch
Dimitri Andronov (74kg/Freistil) startete mit Anlaufschwierigkeiten in
den Kampf. Die erste Runde ging auf das Konto von Alessandro Punzo, die
folgenden drei Kämpfe entschied Andronov für sich (3:1). Endstand 16:22
(SR)
Text: Stefan Rottmann
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