Zusammenlegung der Fußballmannschaft
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Freitag, 27. Mai 2011 |
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Am Sonntag, 29. Mai, ist in Marktsteinach vielleicht zum letzten Mal die Gelegenheit geboten, Zuschauer bei einem Lokalderby zwischen dem FC Bavaria und der DJK zu sein. Denn ab Mitte Juni beginnt schon das gemeinsame Training der Fußballer und am Großgemeindepokal im Juli treten sie gemeinsam gegen die Mannschaften aus den weiteren Ortsteilen der Gemeinde Schonungen an.
Ab der Saison 2011/12 werden dann aus dem Dorf nur gemeinsame Fußballmannschaften für den regulären Spielbetrieb gemeldet.
„Wir wollen die Jugend zusammen führen und sportliche Erfolge
einfahren“, begründet Dieter Herder der Vorsitzende der DJK, diese
Entwicklung. Sein Pendant beim FC Bavaria, Sabine Barthelmes setzt
hinzu: „Ich kann mich nicht gegen die Jugend stellen“. Sie weiß von
ihren eigenen drei Söhnen, alle Spieler der aktiven Mannschaft beim FC
Bavaria, wie wichtig es den jungen Fußballern sowohl des FC als auch der
DJK ist, als eine Mannschaft, als die Mannschaften aus Marktsteinach
aufzutreten.
Längst schon gehen die Vereinsmitglieder der beiden Sportvereine
aufeinander zu. Besonders die Jugendlichen kennen sich über die
Vereinsgrenzen hinweg. Sei es bei der Kirchweih oder anderen Dorffesten
ist ein stetes Miteinander beider Sportvereine in dem 800-Seelendorf der
Schweinfurter Rhön seit Jahren angesagt.
Daneben gibt es auch vielschichtige materielle Gründe für das
Zusammenlegen der Fußballmannschaft. Einerseits stehen auf Grund des
demographischen Wandels in jeder Altersklasse nicht mehr so viele
Nachwuchsspieler im Dorf zur Verfügung. Anderseits ergibt sich für die
beiden Vereine auch ein Einsparpotenzial mit Blick auf die Anstellung
eines Trainers oder der Stromkosten für die Flutlichtanlage beim
Training. Und wenn es notwendig ist, kann auch mal ein Sportplatz
geschont werden.
Im März haben die Vorstandschaften beider Vereine jeweils in ihrer
Jahreshauptversammlung „grünes Licht“ für ihr Ansinnen bekommen. So
hoffen Sabine Barthelmes und Dieter Herder, dass durch das
Zustandekommen einer Marktsteinacher Fußballmannschaft auch ein
positives Signal an die Bürger des Ortes geht: ein stärkeres
Zusammenwachsen der Dorfgemeinschaft über alle Konfessions- und
Parteigrenzen hinweg.
Text: Rita Steger-Frühwacht
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