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Mittwoch, 20. Mai 2009 |
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Gautschfeier in Ebertshausen für die ausgelernten Drucker
Was Gautschen bedeutet, konnten die Besucher der Feierlichkeiten im
September bei der Druckerei Rudolph hautnah erleben. Noch näher mit
ihrer Haut waren die „Gäutschlinge“ dran. Denn diese wurden in einen
Zuber gesteckt. Dieser Brauch der Drucker bezeichnet das Ende der
Lehrzeit und den Beginn der Gesellenzeit.
Dafür gibt es eine überlieferte Zeremonie und eine Urkunde, den
Gautschbrief. Hat man diesen ist man ein zünftiger Drucker. Im
Mittelpunkt der Gautschtradition steht die „Taufe ad posteriorem“, was
schlicht bedeutet, dass die Ausgelernten ins Wasser geworfen werden.
 Allerdings sind dazu nur die „Packer“ berufen, die auf Anordnung des
Gautsch meisters den jeweiligen Gäutschling in das Wasser befördern.
Die ganze Prozedur wird dann mit dem „Gautschbrief“ feierlich
beurkundet. In diesem Jahr wurden in Ebertshausen vier Jünger der
schwarzen Kunst regulär und zwei „außer der Reihe“ gegautscht. Denn der
Chef der Druckerei Rudolph sowie ein anderer Druckunternehmer aus der
Region konnten keinen Gautschbrief zur Legitimation vorweisen. So
mussten also zusätzlich zu den vier jungen Druckern noch zwei
gestandene die Prozedur über sich ergehen lassen.
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 4. August 2009 )
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